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Hitzestau im PC: So bleibt der Rechner schön cool

Auch Computer brauchen Pflege, gerade in einem heißen Sommer. Wer ein paar einfache Dinge beachtet, muss kein Überhitzen des Rechners befürchten. Unsere Power-Tipps helfen, damit der PC nicht ins Schwitzen kommt.

Sommerzeit - Absturzzeit: Schaltet sich der PC bei brütender Hitze unvermittelt ab, liegt das nicht immer an einem Fehler von Windows oder defekter Hardware. In vielen Fällen läuft der Rechner einfach zu heiß. "Grund sind in der Regel verstaubte Lüfter, die nicht mehr in der Lage sind, den Rechner zu kühlen und die warme Luft noch zu verteilen", berichtet Michael Kittlitz, Leiter der PC-Feuerwehr (www.pc-feuerwehr.de) in Hamburg. Der Mann vom bundesweit aktiven Notfalldienst wird im Sommer ein bis dreimal pro Woche von verzweifelten PC-Besitzern gerufen, um Hitzeschäden zu kurieren. Betroffen ist vor allem die Festplatte. Denn: Während der Prozessor, also das Herz des PCs, sich vor dem Durchbrennen abschaltet, verfügt die Harddisk nicht über eine solche Funktion - bei einem Hitzegau führt dies zu Datenverlust. Der Anwender tut also gut daran, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Hier ein paar Ratschläge:

Zwei große Lüfter

Eine gute Lüfter-Kühlung gilt als das A und O im PC-Gehäuse. Björn Bartsch, Sprecher beim PC-Versender Alternate in Linden (www.alternate.de), empfiehlt einen großen 120 Millimeter Lüfter mit maximal 1000 Umdrehungen. Passend dazu gibt es manuelle Steuerungen, um die Drehzahl des Lüfters anzupassen. Für die Rückseite des PC-Gehäuses empfiehlt Bartsch, einen zweiten 120er Lüfter einzubauen. Diese dient dazu, die warme Luft aus dem Gehäuse zu ziehen. Doch die Lüfter verursachen auch viel Lärm. Bernd Böhm, Betreiber des Portals Computer Greenhorn (www.computer-greenhorn.de) in Köln, rät: "Mit speziellen Gummisteckern, die anstelle der normalen Lüfterschrauben verwendet werden, läßt sich das Problem schnell lösen".

Fusselfalle PC entstauben

Zu viel Staub im PC erweist sich oft als Hardware-Killer - besonders dann, wenn auch noch die Hitze von außen hinzukommt. Um dem Rechner vor so einem Schicksal zu bewahren, hilft es, ihn aufzuschrauben und im Inneren zu putzen - allerdings behutsam. Zum Reinigen hat sich Druckluftspray bewährt, zum Beispiel von Pearl Agency in Buggingen für fünf Euro (www.pearl.de). Tabu sind Staubsauger, Wasser oder gar Chemikalien.

Wasserkühlung

Gamer, die ihre Systeme gerne übertakten, kommen um eine Wasserkühlung nicht herum. "Der große Vorteil dieser Kühlung liegt an der geringen Lautstärke", verrät Björn Bartsch. Doch der Experte warnt: "Der Einbau erfordert handwerkliches Geschick". Zudem müssen diese Systeme jährlich gewartet werden und zum Beispiel auf Dichtheit des Systems geprüft werden. Denn: Auslaufendes Wasser führt zu dauerhaften Schäden.

Ordnung halten

Im PC-Inneren sollte viel freier Platz vorhanden sein, denn nur so kann die Luft der Ventilatoren alle Hardware-Teile erreichen. Die Realität sieht oft ganz anders aus: Wild umherliegende Kabel blockieren einen sauberen Luftstrom. Dies führt im ungünstigen Fall bei einzelnen Komponenten zur Überhitzung und schädigt diese. Schluss damit: "Ein Kabelbinder gewährleistet einen optimalen Luftstrom", sagt Björn Bartsch. Tipp: Schon beim Kauf des PCs auf ein großes Gehäuse achten.

Eine Frage des Standorts

Um den Abtransport der warmen Luft aus dem Gehäuse zu gewährleisten, dürfen Lüfter und Kühler des PCs niemals verdeckt sein. Unvorteilhaft ist es auch, den PC im umbauten Fach eines Computertisches einzusperren. Vielmehr sollten zwischen Wand und PC mindestens 50 Zentimeter Abstand bestehen. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden. Auch wenn's verlockend klingt: Vor der Klimaanlage hat der PC ebenfalls nichts zu suchen: Große Temperaturschwankungen nimmt die Elektronik übel.

Alle Schotten dicht

Schon kleine Öffnungen im Gehäuse stören die Luftzirkulation im PC-Inneren und minimieren damit die Leistung des Lüfters. Daher gilt: Das PC-Gehäuse stets gut schließen.

Notebook-Unterlagen

Da es in einem Laptop beengter zugeht als in einem Tower-Gehäuse, gilt der Flachmann bei Hitze als besonders gefährdet. "Das System reagiert im Ernstfall mit Abstürzen und einer auffallenden Trägheit", weiß der Rheinländer Bernd Böhm. Zwar takten aktuelle Notebook-Prozessoren bei einer Überhitzung automatisch herunter, dennoch sollte der Anwender dem Rechenknirps schonen. Bewährt haben sich Unterlagen, die das Notebook von unten her kühlen - zum Beispiel das CoolBook 360 von Sharkoon (www.sharkoon.de).

Software misst Temperatur

Spezial-Software dient dazu, die Temperatur im Rechner auszulesen. "In der Regel ist ein solches Programm auf dem Mainboard zu finden oder man benutzt das Freeware-Programm SpeedFan", sagt Michael Kittlitz. Download unter http://speedfan.softonic.de Der Clou: An allen Einzelteilen in dem Rechner befinden sich Temperatursensoren. Diese liest die Software aus. Erreicht der Rechner über 50 Grad sollte der PC-Besitzer seinen Rechner sofort ausschalten, einen neuen Lüfter installieren und die Kabel prüfen - am besten von einem Fachmann.

Dem PC ein Päuschen gönnen

Wenn der Kollege Computer stundenlang gerackert hat, hat er sich wahrlich mal eine Auszeit verdient - zum Beispiel am Mittag. Der einfachste Rat ist deshalb vielleicht auch der Wirkungsvollste: Den Rechner für mindestens eine halbe Stunde ausschalten. So kühlt der Hitzkopf sich schnell wieder ab.

Till Wortmann/Digitext
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.