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Microsoft-Betriebssystem: Wird das neue Windows kostenlos?

Am Dienstag wird Microsoft einen Ausblick auf das neue Windows geben. Viele Funktionen sind bereits durchgesickert. Vor allem aber wird es um die Zukunft der Software und des Unternehmens gehen.

Von Christoph Fröhlich

Weniger Kacheln, dafür ein überarbeitetes Startmenü: Windows 9 soll einige Features bieten, die Fans seit Jahren vermissen.

Weniger Kacheln, dafür ein überarbeitetes Startmenü: Windows 9 soll einige Features bieten, die Fans seit Jahren vermissen.

Morgen dürften viele PC-Nutzer aufatmen: Windows 8 ist Geschichte - zumindest fast. Am Dienstag hat Microsoft zu einer Veranstaltung geladen, auf dem mit hoher Wahrscheinlichkeit die erste Version des neuen Windows-Betriebssystems vorgestellt wird. Wie die Software heißen wird, ist derzeit noch unbekannt: Einige Experten vermuten den Namen "Windows 9", andere spekulieren auf die Bezeichnung "Windows TH". Dieses Kürzel war kurzzeitig auf einer versehentlich zu früh online gestellten Microsoft-Webseite zu sehen, auf der über die "Windows Technical Preview for Enterprise" informiert wurde. Das "TH" könnte die Abkürzung für "Threshold" ("Schwelle") sein, dem bisherigen Codenamen für das neue Betriebssystem.

Einige wesentliche Funktionen des neuen Windows sind bereits bekannt: So spielt das in Windows 8 gestrichene Startmenü wieder eine prominente Rolle. Diesen Schritt bestätigte der Konzern aus Redmond bereits bei der Entwicklerkonferenz Build vor einigen Monaten. Auch sonst orientiert sich das kommende Windows an alten Versionen des Betriebssystems: Rechner ohne Touchscreen können etwa direkt in das Startmenü booten und müssen nicht erst die Kacheloberfläche laden. Bei Windows 8 war das nur über Umwege möglich.

Wird das neue Windows kostenlos?

Laut "Heise Online" sollen bei dem Microsoft-Event aber nicht nur die technischen Neuerungen im Vordergrund stehen, sondern auch die veränderte Produktpolitik. Dem Techportal zufolge soll Windows 9 - oder wie immer es heißen wird - die letzte Windows-Version überhaupt sein. Statt alle paar Jahre eine neue Version auf den Markt zu werfen, soll das Betriebssystem kontinuierlich mit kostenlosen Updates auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Dieser radikale Schritt wäre vor allem für IT-Abteilungen eine Herausforderung. Administratoren will Microsoft deshalb eine spezielle LTS-Version ("Long Term Support") zur Verfügung stellen, wie "Heise" berichtet. Damit ist es möglich, den Stand einer Windows-Version für mehrere Jahre einzufrieren.

Die Grundversion des neuen Windows soll kostenlos verteilt werden - möglicherweise nicht nur an PC-Hersteller, sondern auch an Privatkunden. So will Microsoft eine flächendeckende Verbreitung der jeweils aktuellsten Betriebssystem-Version garantieren. Geld soll in Zukunft nicht mehr mit dem Verkauf von Betriebssystemen, sondern mit Abo-Diensten wie Office 365 oder dem Cloud-Speicher OneDrive verdient werden.

Eine erste Testversion des neuen Windows wird Microsoft demnächst bereitstellen.

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