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Musikdownloads: Amazon Deutschland ärgert iTunes

Amazon wird in den kommenden drei Wochen in Deutschland mit seinem Internet-Musikdownloaddienst MP3 starten. Noch vor Ostern soll das Musikportal nach Plänen des Webkaufhauses verfügbar sein. Damit bekommt Marktführer einen mächtigen Konkurrenten.

Von Arndt Ohler

Ostersonntag ist der 12. April, spätestens dann soll der Internet-Musikdownloaddienst "MP3" von Amazon starten. Zudem laufen bei dem Handyhersteller Nokia die Vorbereitungen auf Hochtouren, den Handymusikabodienst Comes with Music nach Deutschland zu bringen. Noch vor dem Sommer soll es so weit sein, so die Kreise weiter. Eine Amazon-Sprecherin wollte die Informationen nicht kommentieren.

Für die gebeutelte Musikindustrie könnten die Initiativen der beiden Unternehmen einen spürbaren Schub bringen. "Ich erwarte, dass der Einstieg den digitalen Markt beflügeln wird", sagte Frank Briegmann, Chef von Universal Music Group Deutschland, in Bezug auf Amazon. Hierzulande wächst das Geschäft mit Musik über Handy und das Internet zwar seit Jahren deutlich.

Für die gesamte Branche liegt der Anteil des digitalen Geschäftes jedoch lediglich bei sieben Prozent, wie der Bundesverband Musikindustrie am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Branchenumsatz sank vergangenes Jahr im Vergleich zu 2007 um 4,7 Prozent auf 1,58 Millarden Euro - das zehnte Minus in Folge. Ursachen sind unter anderem Onlinepiraterie, das illegale Brennen von CDs sowie das zu geringe Wachstum im Internet- und Handybereich.

Amazon steigt in einen eng besetzten Markt ein. So gibt es in Deutschland Dutzende kleinerer und größerer Anbieter. Zu den führenden Musikportalen gehören der iTunes Music Store des Computerherstellers Apple, die Deutsche-Telekom-Tochter Musicload oder 7digital. Amazon wird in Deutschland von Branchenexperten ein starker Einstand zugetraut. Als einer der größten Musik-CD-Händler ist er ein wichtiger Partner für die Musikunternehmen und verfügt über eine immense Kundendatenbank für spezifische Werbung.

Zudem sind die Preise für einzelne Lieder oder digitale Alben in den existierenden Amazon-Onlinemusikshops in den USA und Großbritannien oftmals niedriger als beim Konkurrenten iTunes. Als eines der ersten Unternehmen setzte das Webkaufhaus auf Musikdateien ohne Kopierschutz (DRM) und zwang damit seine Konkurrenten, die Musik ebenfalls ohne digitale Sperre zu verkaufen. DRM war bei Verbrauchern lange in der Kritik, da die Spezialsoftware verhinderte, dass sich Lieder auf allen Geräten wie Musikspielern oder Handys wiedergeben ließen. Direkt zum Start von Amazon MP3 in Großbritannien verkaufte das Unternehmen laut informierter Kreise gut 25 Prozent des Volumens von iTunes.

Gegen Nokias Pläne im Markt für mobile Musikdienste rüsten sich die Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile und Vodafone, die dem Handyproduzenten dieses Feld nicht überlassen wollen. Nach Branchenangaben arbeiten beide Mobilfunkkonzerne intensiv an neuen Angeboten. Musikmanager begrüßen die Bewegung im digitalen Geschäft. "Vielfalt bei legalen digitalen Angeboten kommt Künstlern und Musikfans entgegen", sagte Edgar Berger, Chef von Sony Music Entertainment Deutschland, Österreich und Schweiz.

Bei Vodafone und T-Mobile werden nach Angaben aus der Musikindustrie zwei Modelle diskutiert. Die eine Variante ähnelt Nokias Initiative Comes with Music: Kunden kaufen ein spezielles Handy, bei dem der Zugriff auf Millionen Titel für eine gewisse Zeit kostenfrei ist. Nutzer zahlen lediglich für die Datenübertragung. Die andere Version sieht vor, dass Kunden bei Abschluss eines neuen Mobilfunkvertrags einwilligen, ein Musikpaket gegen eine monatliche Gebühr zuzukaufen.

Speziell die Handymusikabos, bei denen der Musikzugang im Kaufpreis enthalten ist, gelten in der Musikbranche als große Hoffnungsträger. Die Manager erwarten, mit den neuen Angeboten einen Teil der Internetpiraten in zahlende Kunden umwandeln zu können. Die Abos sollen den Eindruck erwecken, dass die Musik nahezu kostenlos ist.

FTD
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.