HOME

PC-Software: Movie Maker 2: Videos in Heimarbeit

An Windows XP wird kräftig poliert. Nachdem das Service Pack 1 die wichtigsten Fehler ausgeräumt hat, DirectX 9.0 die neuesten Grafikkarten unterstützt und der Windows Media Player 9 noch mehr Multimedia-Spielereien erlaubt, ist nun der Movie Maker an der Reihe. Die Version 2.0 wird verschenkt.

Bill Gates ist zurzeit nach Kräften bemüht, sein Windows XP moderner zu gestalten. Nachdem das Service Pack 1 die wichtigsten Fehler ausgeräumt hat, DirectX 9.0 die neuesten Grafikkarten unterstützt und der Windows Media Player 9 noch mehr Multimedia-Spielereien erlaubt, ist nun der Movie Maker an der Reihe. Die Version 2.0 wird verschenkt.

Der Vorgänger wurde meistens übersehen

Videos am Rechner aufnehmen, schneiden und auf CD brennen – das ist eines der zurzeit beherrschenden Themen im Computer-Business. Zahlreiche Programme bieten dem Anwender für viel Geld ihre Dienste an. Wer da gleich tief ins Portemonnaie fasst, ist selbst schuld. Schließlich bietet Windows XP mit dem Windows Movie Maker bereits ein solides Videoprogramm an. Na klar, die erste Version des XP-Mitbringsels ist irgendwie nicht so richtig vom Anwender wahrgenommen worden und kann auch nicht sonderlich viel. Anders sieht das aber mit der Version 2.0 aus, die seit Anfang Februar kostenfrei in der deutschen Fassung im Netz verschenkt wird.

Microsoft Movie Maker 2.0

System

Windows

Autor

Microsoft

Preis

Freeware

Sprache

Deutsch

Dateigröße

12,6 MB

Hübscher und vielfältiger

Die neue Version des Movie Makers bietet eine völlig generalüberholte Oberfläche und zahllose neue Funktionen an. Das Programm importiert Videos von einer TV-Karte, einer Digitalkamera oder einem angeschlossenen Camcorder. Ebenso ist es möglich, bereits vorhandene Filme aus einer Datei auszulesen. Dabei unterstützt das Programm viele wichtige Formate. Ebenso ist es kein Problem, digitale Musiken und Standbilder zu laden. Sie lassen sich zunächst in einem virtuellen Sammelordner verwalten und per Mausklick in eine Vorschau laden.

Digitales Zaubern auch für Anfänger

Die einzelnen Filme und Standbilder werden per Drag and Drop auf ein Storyboard gezogen. Auf diese Weise lassen sich neue Filme leicht aus einzelnen Schnippseln zusammenstellen. Der Anwender kann aus zahlreichen Überblendeffekten wählen, die dafür sorgen, dass eine Szene möglichst sehenswert in die andere übergeht. Ist ein Video von der Qualität her nicht so besonders, gestattet der Movie Maker das digitale Zaubern. Viele Videoeffekte sorgen für Wirbel auf den Bildschirm. Sie lassen einen Film binnen weniger Sekunden das ganze Farbenspektrum durchlaufen, bringen einen Filmstreifen auf digitale Weise zum Altern oder arbeiten mit dem Weichzeichner, dem Wischstift oder einem Plakateffekt. Alle Effekte lassen sich immer wieder in der Vorschau begutachten und bei Nichtgefallen ggf. austauschen.

Husch, husch, zurück in die Kamera

In der neuen Fassung arbeitet das Programm auch mit Texten, sodass sich mit dieser Funktion auch ein Nachspann gestalten lässt. Steht das Ergebnis fest, lässt sich der fertige Film im WMV-Format (die neuen Codecs 9.0 werden unterstützt) auf der Festplatte speichern. Neu ist, dass der Movie Maker den Filmstreifen auch gleich auf eine CD brennen, auf eine Homepage hochladen oder direkt auf eine DV-Kamera zurückspielen kann.

Carsten Scheibe