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Arbeit im Wandel: Braucht Deutschland ein Recht auf Home-Office?

Knapp die Hälfte der Deutschen würde gerne von zu Hause aus arbeiten, doch nur 12 Prozent dürfen das auch. Das Arbeitsministerium will ein gesetzliches Recht auf Home-Office.

Homeoffice

Von zu Hause aus arbeiten: Kommt das Recht auf Homeoffice?

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Laptop, Smartphone - und fertig ist das kleinste Büro der Welt. Viel mehr als diese technischen Geräte braucht man nämlich nicht, um in vielen Branchen die Büroarbeit in die heimischen vier Wände zu verlegen. Eigentlich.

Denn zwischen Anspruch und Wirklich klafft ein Graben. Rund 40 Prozent der Deutschen würde gerne gelegentlich von zu Hause aus arbeiten. Wenn das Kind krank ist. Oder der Handwerker kommt. Doch lediglich zwölf Prozent arbeiten ab und an in der eigenen Wohnung, so das Statistische Bundesamt. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung würden vier von zehn Jobs auch in Heimarbeit funktionieren. 

Auch die Firmen wissen längst, das Heimarbeit für sie Vorteile bringt. Zum einen lässt sich so das Image aufpolieren. Wer Home-Office ermöglicht, gilt als moderner Arbeitgeber. Firmen wie Osram, Microsoft oder SAP gehen damit offensiv auf Mitarbeiter-Fang. Als Vorreiter in Deutschland gilt die Deutsche Telekom. Laut dem IT-Verband Bitkom erwartet jedes vierte Unternehmen, dass die Anwesenheitspflicht an Bedeutung verliert, jede dritte Firma glaubt, dass Home-Office immer wichtiger wird. 

Ein Recht auf Home-Office

Nun gibt es Unterstützung aus der Politik. Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, will ein gesetzlich verankertes Recht auf Homeoffice schaffen, berichtet der "Spiegel". Demnach schwebt dem SPD-Politiker ein Modell vor, dass es so schon in den Niederlanden gibt: Firmen müssen demnach Heimarbeit grundlegend erlauben - und gut begründen, warum dies nicht möglich ist. "Die Digitalisierung verändert die Herrschaftsbeziehungen. Wir müssen sicherstellen, dass die Menschen von den Veränderungen profitieren", sagte Böhning dem "Spiegel". 

Aber warum ist der politische Druck überhaupt nötig, wenn sich Firmen und Angestellte in ihrem Wunsch einig sind? Laut dem DIW sind es bislang vor allem die Vorgesetzten, die bei Home-Office massiv auf die Bremse treten. Ein Argument: Alle Mitarbeiter sollen gleich behandelt werden - und da meist nicht alle Jobs in einer Firma auch aus dem Home-Office funktionieren, wird es eben gar nicht ermöglicht. So argumentieren immerhin 63 Prozent der Firmen laut einer Bitkom-Studie. 46 Prozent der Chefs fürchten sinkende Produktivität im Home-Office.

Knapp ein Drittel der Unternehmen geben die mangelnde Erreichbarkeit von Mitarbeitern im Home-Office als Nein-Argument an. Ein weiteres Problem, das allerdings seltener ausgesprochen wird: Durch Home-Office müsste sich auch der Führungsstil ändern. Denn Vorgesetzte können nicht mehr über die Flure gehen und ihre Mitarbeiter kontrollieren. Sie führen dann Personal, dass sie nur noch selten zu Gesicht bekommen. Für Führungskräfte ist Heimarbeit daher eine Herausforderung. Bislang tun sich Banken, Versicherungen und die öffentliche Verwaltung besonders schwer, Heimarbeit für ihre Mitarbeiter anzubieten, so das DIW.  

Home-Office: Schädlich oder nützlich?

Bislang ist die Frage, ob Home-Office nun nützlich oder schädlich ist, unbeantwortet. Auf der einen Seite arbeiten Menschen zu Hause deutlich länger und neigen dazu, seltener abzuschalten. Da werden dann abends spät noch Mails beantwortet und der Feierabend oder die Wochenenden sind keine arbeitsfreien Zeiten mehr. Das erhöht den Stress. Auf der anderen Seite geben Mitarbeiter, die im Home-Office arbeiten dürfen, an, dass sich zufriedener und produktiver arbeiten. 

"Immer mehr Arbeitnehmer wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit. Aber flexibles und agiles Arbeiten wird durch gesetzliche Regelungen erschwert“,  sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Durch die Mindestruhezeit setzt der Gesetzgeber Unternehmen und ihre Mitarbeiter massenhaft ins Unrecht. Es ist höchste Zeit, diese antiquierte Regel zu ändern." Der Verband fordert, dass statt der starren elfstündigen Mindestruhezeit und dem Acht-Stunden-Tag eine flexiblen Wochenhöchstarbeitszeit eingeführt wird. 

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kg
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.