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PC-Software: Windows Media Player: 9. Runde

Im Leben wird Ihnen nicht oft etwas geschenkt. Umso überraschender ist es, wenn ausgerechnet Microsoft zu den generösen Überreichern kostenloser Präsente gehört. Der rundum erneuerte „Windows Media Player“ lässt sich seit kurzem in der neunten Version gratis aus dem Internet herunterladen.

Im Leben wird Ihnen nicht oft etwas geschenkt. Umso überraschender ist es, wenn ausgerechnet Microsoft zu den generösen Überreichern kostenloser Präsente gehört. Der rundum erneuerte "Windows Media Player" lässt sich seit kurzem in der neunten Version gratis aus dem Internet herunterladen.

Kampf gegen "WinAmp" oder "Sonique"

Zu Windows XP gehört die achte Version des "Windows Media Players". Viele Anwender haben sich gerade erst an diese Fassung des Players gewöhnt, der Musikdateien und Videos in allen nur erdenklichen Formaten abspielt, Radiostreams aus dem Internet empfängt, Musik-CDs brennt und die bewegten Bilder von Video-DVDs auf den Monitor holt. Die neue Version 9.0 schraubt das Programm in noch höhere Sphären und versucht, es endgültig als Allroundplayer zu etablieren, der Programme wie „WinAmp“ oder „Sonique“ überflüssig macht.

Windows Media Player 9.0

System

Windows XP

Autor

Microsoft

Preis

Freeware

Sprache

Deutsch

Dateigröße

9,0 MB

Spionagedienste abschaltbar

Die kostenlose Version 9.0 wartet mit einer optisch aufgepeppten Version auf, die nachfragt, ob der Anwender die "Spionagedienste" tatsächlich wünscht, die der Player ihm bislang aufgezwungen hat. Per Mausklick lässt sich der Informationsstrom vom Player zu den Microsoft-Servern ein für allemal stilllegen. Nach der Installation startet eine optisch filigraner gestaltete Version des Players, die deutlich nobler als der Vorgänger aussieht, sich aber ansonsten immer noch genauso bedienen lässt. Unter der Haube wurden sämtliche Codecs verfeinert und optimiert. So ist das Programm noch besser dazu in der Lage, Audio-CDs zu rippen, Online-Streams zu empfangen und neue Musikdateien zu schreiben.

Bei Bedarf ganz klein

Für den normalen Anwender, der sich hinter den Kulissen nicht so gut auskennt, gibt es ebenfalls einige interessante Neuerungen zu bestaunen. So lässt sich der Player inzwischen zu einer schmalen Bedienerleiste verkleinern, die in der Taskleiste von Windows Platz findet. In dieser Leiste stehen alle wichtigen Buttons zur Steuerung des Programms weiterhin zur Verfügung, ohne Platz auf dem Desktop wegzunehmen.

Auf der Jagd nach dem Geschmack

Gelungen ist, dass der Benutzer seine Musik ab sofort nach einem Punktesystem bewerten kann. Die Punkte helfen dem Programm dabei, die Lieblingsdateien seines Besitzers in Erfahrung zu bringen. Vollautomatisch lassen sich die Toptitel zu einer eigenen Playliste zusammenfassen. Möglich ist es auch, den Player dazu zu veranlassen, die zuletzt besonders häufig gespielten Titel in einer Playliste zu vereinen. Stark: Das Programm kann einzelne Verzeichnisse überwachen und neu hinzugekommene Dateien automatisch in die Medienbibliothek übernehmen. Wer seine MP3-Musik mit dem „Windows Media Player“ abspielt, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Der neue Tag-Editor kann passend zu jedem Song bis zu 35 Zusatzinformationen erfassen.

Funktionen bis zum Abwinken

Über 120 neue Funktionen bietet die Neuner-Version. Viele davon wird so mancher Anwender für überflüssig halten. Etwa die manchmal eingeblendete Meldung „CD kaufen“, die impliziert, dass eh nur Raubkopien mit dem Player abgespielt werden. Oder der neue Programmpunkt „Premiumdienste“, der zu kommerziellen Music- und Video-on-Demand-Systemen wie „PressPlay“ oder „Cinema Now“ verzweigt. Hier gibt es Musik und Videos satt – ganz legal, aber nur gegen Bezahlung.

Microsoft bietet die deutsche Version des Players in einer Version für Windows 98/ME/2000 und einer für Windows XP an.

Download beim Hersteller

Carsten Scheibe