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Scheibes Kolumne: Wir kriegen einen Hund!

stern.de-Mitarbeiter Scheibe legt sich einen Hund zu. Die ganze Familie befindet sich im Ausnahmezustand. Zum Glück gibt es da ja noch den PC, der bei allen Vorbereitungen eine wichtige Rolle spielt. Wieder ein gutes Beispiel dafür, wie sich das Internet zunehmend ganz normale Alltagsbereiche erobert.

Mein Opa hatte einen Hund, einen ständig bellenden Schnautzer. Die Familie meiner Frau hatte auch einen, nämlich einen schwarzen Schäferhund. Aber ich selbst, ich hatte noch nie einen Hund. Meerschweinchen, Karnickel, das schon, später auch Echsen, Schlangen und Wüstenspringmäuse. Nun werde ich bald 40 Jahre alt, wir wohnen in einem Haus im Grünen, die Kinder sind schon in der zweiten und vierten Klasse - wann also sollen wir uns einen Hund zulegen, wenn nicht jetzt? So haben wir im Urlaub beschlossen, einen seit Jahren gehegten Wunsch der Kinder wahr werden zu lassen und uns einen zotteligen Vierbeiner zuzulegen. Das ist bei uns eigentlich ideal. Wir haben einen großen ungepflegten Garten ohne Zierbeete, in dem sich ein Hund so richtig austoben kann. Und ich bin den ganzen Tag zu Hause, sodass der Vierbeiner nicht alleine bleiben muss. In meinem Redaktionsbüro kann er gerne eine Ecke abbekommen und mir dann beim Tippen über die Schulter schauen.

Online auf Hundesuche

Das Internet hilft perfekt dabei, einen passenden Züchter zu finden. Klar war uns allen von Anfang an, dass es sich bei "unserem" Hund nur um einen Golden Retriever handeln könne. Die sind groß genug, dass sie nicht als "Suppenhunde" (alles kleiner als Kniegröße ist für uns ein Suppenhund) durchgehen und zugleich so kinderlieb, dass wir in dieser Richtung keine Befürchtungen hegen müssen. Bei einem Golden Retriever muss man gut aufpassen, dass man den richtigen Züchter erwischt, denn schnell sind Hüft- und Augenleiden vererbt. Oft reisen zukünftige Hundebesitzer von weither an, um sich den passenden Hund anzuschauen. Wir sind auf alles gefasst, entdecken aber im Internet den Golden Retriever Club e.V. der einiges an Fakten sammelt, uns auch auf einen nahe gelegenen Züchter mit dem klangvollen Namen "Golden Sailing Clouds" hinweist.

Manfred Dubbert und Annette Werner züchten Golden Retriever in Gladowshöhe bei Strausberg. Das liegt für uns auf der anderen Seite von Berlin, ist also "nur" eine Stunde Fahrtweg entfernt. Auf der Homepage der beiden entdecken wir, dass Hündin Mary gerade einen B-Wurf hat, also ihren zweiten. Zehn kleine Welpen sind gerade erst im Juli geboren worden, das ist für uns absolut perfekt. Im Internet sind zahllose Fotos der Mutter und ihrer knuffeligen Kinder zu sehen. Das Web ist für uns die perfekte Form der Vorbereitung. Schnell kann man sich hier einen ersten Eindruck verschaffen, ohne dafür gleich eine lange Reise antreten zu müssen. Und nicht nur das: Das Internet ist zugleich auch ein erbitterter Warner, der ganz detailliert aufzeigt, worauf es bei einem Züchter ankommt. Eine Seite von www.Dog4Life.de gibt uns sogar eine regelrechte Checkliste in die Hand.

Wöchentlich ein Besuch bei "Hundi"

Am Ende ist es dann doch ein Telefonat mit dem Züchter, das uns so richtig heiß macht - auf unseren zukünftigen "Hundi". Die Welpen müssen allerdings noch vier Wochen bei der Mutter bleiben, um richtig zu wachsen. Bis dahin können wir aber jede Woche einmal zu Besuch vorbei kommen, um uns mit "unserem" Hund bekannt zu machen. Wir steigen also sofort ins Auto, um zum Züchter zu fahren. Vor Ort ist von Serienproduktion, Zwinger oder Husch-Husch-Geschäft nichts zu bemerken. Mama Mary begrüßt uns schwanzwedelnd an der Eingangspforte und führt uns in ein eigenes Zimmer im Haus, das ganz den Welpen gehört und mit Decken und Tüchern ausgelegt ist. Manfred Dubbert und Annette Werner sind stolz, zugleich aber auch geschafft und k.o.: Die kleinen Hunde beschäftigen sie rund um die Uhr. Sie werden versorgt, bespielt, mit den Kindern der Nachbarn bekannt gemacht und ganz an das Leben in einem Menschenhaushalt gewöhnt. Nebenbei werden sie mehrfach vom Tierarzt gecheckt, entwurmt und geimpft. Auch einen Chip bekommen sie noch. Da ist einiges zu tun.

Trotzdem geben die beiden ihre Hunde nicht an jeden ab. Wir werden befragt, interviewt und gründlich aufs Korn genommen. Am Ende bestehen wir die Prüfung und dürfen uns als baldige Hundebesitzer betrachten. Ein Tier sollen wir aber noch nicht aussuchen - in den kommenden Wochen kann sich das Temperament der einzelnen Welpen noch entscheidend verändern. Klar: Wir suchen einen ruhigen, intelligenten und wachen Hund, den besten überhaupt. Wir sind gespannt auf zukünftige Besuche und würden am liebsten gleich alle mit nach Hause nehmen, Mary inbegriffen.

Auf Shopping-Tour

Nachdem klar und per Handschlag und Vertrag beschlossen ist, dass wir einen Welpen von Mary nehmen, beginnen die Einkäufe. Hundekörbchen, Bürsten, Spielzeuge, spezielles Futter, Decken, Freßnapf - alles muss besorgt werden. Ich verweise auf Zooplus.de, wo ich bereits mein Futter für die Wüstenrennmäuse einkaufe, höre aber, dass es gerade für Hunde eine ganze Menge spezieller Online-Shops gibt. Meine Frau bekommt von Frau Werner sogar eine Liste ausgehändigt - alles Internet-Adressen. Na bitte, dann kann das Online-Shopping ja beginnen. Auch sonst wird der Computer wohl unser ständiger Begleiter sein. Frau Werner beantwortet alle unsere zukünftig anstehenden Fragen gerne, allerdings am liebsten per Mail. Na, das passt doch. Ich greife auch lieber zur Tastatur als zum Telefon. In der verbleibenden Zeit ist es unsere Aufgabe, einen passenden Namen für unser Retriever-Weibchen auszusuchen. Auch hier hilft das Internet.

Bei Bellos Welcome und bei Yellopet werden wir fündig, sind aber noch nicht restlos begeistert. Da herrscht noch Diskussionsbedarf. Aber dafür kann ja das Internet nix.

Eine Glosse von Carsten Scheibe, Typemania

Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.