HOME

Druckerpatronen bei Stiftung Warentest: Originaltinte gewinnt - ist aber viel zu teuer

Original-Patronen für Tintenstrahldrucker sind teuer. Doch können die günstigeren Fremdpatronen mit ihnen mithalten? Die Stiftung Warentest hat das überprüft - und entdeckt Sparpotenzial.

Günstige Druckerpatronen schneiden bei Stiftung Warentest annähernd so gut ab, wie die teuren Originale - kosten aber deutlich weniger

Günstige Druckerpatronen schneiden bei Stiftung Warentest annähernd so gut ab, wie die teuren Originale - kosten aber deutlich weniger

Neue Druckerpatronen gehen schnell ins Geld - zumindest wenn man die Originalpatronen kauft, wie von den Herstellern empfohlen. Denn die verdienen ihr Geld bereits seit Jahren nicht mehr mit dem Geräte-Verkauf, sondern über ihre überteuerten Farbkartuschen. Kein Wunder also, dass viele Kunden lieber auf günstige Alternativen von Drittherstellern ausweichen. Doch sind die ihren Preis auch wert? Die Stiftung Warentest hat das wieder einmal überprüft - und stellt einen erschreckenden Trend fest.

Um den Kunden den Wechsel auf Konkurrenz-Patronen zu erschweren, statten immer mehr Hersteller ihre Drucker mit Chips aus. Die bieten den Kunden über die automatische Füllstandsanzeige zwar auch einen Mehrwert, sollen aber in erster Linie das Erkennen fremder Patronen erleichtern. Während im letzten Test zumindest der Testdrucker der Marke Brother auf den "Kopierschutz" verzichtete, hat der Hersteller diesmal nachgezogen: Alle vier Testgeräte der Marken Brother, Epson, HP und Canon schützen sich nun mit einem Chip. Das hat bemerkbare Folgen.

Viele "Gut" - aber auch vier mal "Mangelhaft"

Denn von 15 getesteten Patronen kassierten diesmal ganze vier die Note "Mangelhaft". Alle wurden abgewertet, weil eine zu große Anzahl an Patronen von den Geräten falsch oder gar nicht erkannt wurden. Besonders hart traf das den Hersteller KMP: Er bietet Patronen für Geräte von Brother und von Canon an - und kassierte wegen der hohen Fehlerrate für beide die Note "Mangelhaft". Auch die Peach-Patronen für Brother-Geräte sowie Patronen des Herstellers Armor für HP-Drucker wurden abgewertet. Nur das Epson-Gerät funktionierte mit sämtlichen Test-Patronen.

Ansonsten können sich die günstigen Alternativen aber sehen lassen: Zwar erhielt keine Patrone die Note "Sehr Gut", insgesamt 13 schafften aber eine "gute" Leistung. Als "Befriedigend" wurden zwei bewertet. Die beste Note schafften bei jedem Drucker die Original-Patronen. Die Alternativen sind aber meist kaum schlechter - und dabei deutlich günstiger.

Großes Sparpotenzial

So kosten etwa Brother-Patronen (Note 1,9) pro gedruckter Schwarz-Weiß-Seite 4,5 Cent, bei Farbseiten sind es gar 1,70 Euro. Mit den zweitplatzierten Patronen von Ink Swiss gibt es den Ausdruck für gerade einmal 1 Cent, beziehungsweise 40 Cent für Farbseiten. Das ist eine Ersparnis von ganzen 80 Prozent! Die Druckqualität leidet darunter kaum: Die Stiftung Warentest gibt Swiss Ink die Note 2,2.

Ähnlich sieht es auch bei den anderen Herstellern aus: Ob Peach-Patronen für Canon-Drucker, Pearl/iColor für Epson oder Agfaphoto für HP: Die zweitplatzierten sind immer ähnlich gut im Druck, sparen dem Kunden aber zwischen 50 und 80 Prozent. Wer also nicht ständig Hochglanzbilder druckt, darf beruhigt zur günstigen Variante greifen.

Die detaillierte Beurteilung für alle 19 getesteten Druckerpatronen ist unter #https://www.test.de/Druckerpatronen-Grosses-Sparpotenzial-Probleme-bei-Kompatibilitaet-4852283-0/;www.test.de# gegen eine Gebühr abrufbar.

Malte Mansholt