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Warentest prüft Kindersitze: Kindersitz bricht beim Crashtest zusammen

ADAC und Stiftung Warentest haben gemeinsam Kindersitze geprüft: Vier von 23 sind glatt durchgefallen und das trotz stolzer Preise. Besonders gefährdet sind die Kleinsten.

Der Versuchsaufbau simuliert einen Frontalzusammenstoß.

Der Versuchsaufbau simuliert einen Frontalzusammenstoß.

Im Kindersitztest von ADAC und Stiftung Warentest fielen vier Modelle von 23 durch. Drei davon wegen Schadstoffen. Schadstoffe sind leider ein Dauerproblem der Kindersitze und wurden schon bei vorhergehenden Tests beanstandet. Hohe Preise sind übrigens kein Garant für gute Qualität. Im Gegenteil: Einige der besten Sitze sind mit Preisen zwischen 150 und 230 Euro sehr preiswert. Für gefährliche Durchfaller wie den Schadstoff belasteten Simple Parenting Doona & Isofix Base werden dagegen stolze 460 Euro verlangt. In der Kleinkinder-Klasse bis 13 kg bzw. 1,5 Jahren gleich drei Exemplare wegen der Chemiekalien durch.

Die große Mehrheit ist besser, als die Norm verlangt

Im Crashtest versagte nur der Hauck Varioguard - er gehört zur Klasse bis 18 Kilogramm. Beim Aufprall trennte sich die Sitzschale von der Basis. Nur die Basis wird dauerhaft mit dem Sicherheitsgurt befestig, die Schale wird mit einer eigenen Halterung auf der Basis fixiert. Löst sie sich, wäre ein Kind ungeschützt gegen den Vordersitz geprallt. Sein Preis: 249 Euro.

Hauptkriterien im Test waren "Sicherheit", "Bedienung", "Ergonomie" und "Schadstoffgehalt". Trotz der schlimmen Ausfällen, fiel der Test insgesamt nicht schlecht aus: 14 Sitze erhielten das Urteil "gut". Sie und vier weitere, mit der Note "befriedigend", übertreffen die gesetzlichen Mindestanforderungen deutlich.

Auch die Eltern sollen mitarbeiten, um den besten Sitz für ihr Kind zu finden. Die Tester empfehlen dringend Kind und Auto zum Kauf mitzunehmen und den Sitz unter praxisgerechten Bedingungen auszuprobieren. Der korrekte Einbau und das Angurten des Kindes sollten geübt werden. Der beste Sitz bietet keinen Schutz, wenn er nicht richtig fixiert worden ist.

Den vollständigen Test finden Sie hier.

Gernot Kramper

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.