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Sicherheit Autokindersitze bei Warentest – guten Schutz gibt es schon für wenig Geld

Nur ein  guter Sitz schützt ein Kind im Falle eines Unfalls-
Nur ein guter Sitz schützt ein Kind im Falle eines Unfalls
© LightFieldStudios / Getty Images
Kindersitze retten Leben. Die Anforderungen der Stiftung Warentest gehen weit über die gesetzlichen Normen hinaus. Gute Sitze können bis zu 700 Euro kosten – aber zum Glück gibt es auch preiswerte Alternativen.

Der Gurt rettet Erwachsenen-Leben und Kindersitze Kinderleben. Seit sie 1993 Pflicht wurden, ist die Zahl der bei Crashs gestorbenen Kinder um etwa 90 Prozent gesunken. Eine eindrucksvolle Entwicklung. Seit Jahren prüft die Stiftung Warentest die Lebensretter. Die Anforderungen gehen weit über die des Gesetzgebers hinaus. In der aktuellen Ausgabe wurden 26 Modelle geprüft. Dabei schnitt der "Silver Cross Dream + Dream i-Size Base" als einziges Modell mit "sehr gut" ab, 18 weitere erreichten die Note "Gut" - sechs sind "befriedigend", ein Sitz nur "ausreichend".

Ein Sitz ist nicht genug

Das Angebot an Kindersitzen ist sehr groß und unübersichtlich, denn es teilt sich in mehrere Gewichtsklassen auf. Es ist nicht möglich, mit nur einem Sitz die Zeit von der Geburt bis zur Teeniephase abzudecken. Eltern benötigen mindestens zwei verschiedenen Sitze. Eine Babyschale reicht von der Geburt bis zum Alter von etwa 15 Monaten. Im Anschluss daran muss ein weiteres Modell gekauft werden – ab neun Kilogramm Körpergewicht oder ab etwa 75 Zentimeter Größe des Kindes.

Bei allen Sitzklassen variieren die Preise enorm. Im aktuellen Test gibt es sichere Sitze mit Preisen von bis zu 700 Euro, glücklicherweise sind gute Sitze aber auch schon für 110 Euro zu bekommen. In früheren Test gingen die Preise für gut befundenen Kindersitze sogar auf 80 Euro runter. Für viele ist beim Thema "Kinder", das Beste und Teuerste gerade gut genug. Beruhigend aber, dass Eltern mit knapperen Budget Kindersitze auch für kleines Geld bekommen können.

Gebrauchtkauf ist auch eine Alternative, dann sollte darauf geachtet werden, dass der Sitz nicht allzu alt ist. Die technische Entwicklung schreitet voran, und auch die Kunststoffe verlieren mit den Jahren ihre Eigenschaften und können brüchig werden.

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Ältere Tests beachten

Auf der Seite der Warentester bekommt man gegen Gebühr Zugriff nicht nur auf die aktuell getesteten Sitze, sondern darüber hinaus auch auf ältere Tests, wenn die Modelle noch im Handel sind. Zu ihnen zählt auch der Preisleistungs-Sieger in der Klasse ab 15 Kilogramm: Der "Britax Römer Adventure" kostet nur 80 Euro. In der aktuellen Ausgabe führen in dieser Gewichtsklasse der "CBX Yari" und "Cybex Solution B-Fix". Sie kosten allerdings 140 Euro – das ist fast doppelt so viel, wie für den Römer verlangt wird.

Für die erste Lebensphase erreichte das Modell "Silver Cross Dream" sogar ein "sehr gut" – es kostet allerdings auch stolze 500 Euro. Kaum schlechter, aber deutlich günstiger ist der "Joie i-Snug". Mit der Basis, die im Auto bleibt, kostet er 220 Euro. Für Kinder ab etwa vier Jahren empfehlen die Tester außerdem den "Joie Traver" für 110 Euro.

Kinder müssen richtig gesichert werden

Neben dem Test finden sich im Magazin praktische Tipps für den Umgang mit den Sitzen. Für die Prüfung machen die Tester nämlich immer alles richtig: Sie montieren den Sitz perfekt, und schnallen den Kinderdummy auch richtig an. Daran hapert es aber in der Praxis. Daher empfehlen die Tester dringend Sitze mit einer Isofix-Befestigung. Bei diesen Sitzen ragen zwei Arme aus Kindersitz heraus, sie werden an Bügeln in der Rückbank eingehakt. Ein narrensicheres System, hier wird der Sitz immer perfekt montiert. Wenn Sitz und Kind jeweils nur eine Handbreit Luft in den Gurten haben, wird das Kind bei einem Aufprall einige Zentimeter nach vorn in die Gurte geschleudert, das kann zu schweren Verletzungen führen. Vor allem dann, wenn das Kind unter dem Gurt etwas nach unten durchrutscht und der Hals vom Gurt abgebremst wird.

Den ganzen Test können Sie gegen Gebühr hier einsehen. Hier geht es zum Kindersitz Test von STERN.de.

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