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Unfallgefahr: Warentest prüft Autokindersitze – wenn der Sicherheitssitz zum Schleuderstuhl wird

Die meisten Kindersitze sind sicher, aber es gibt auch lebensgefährliche Kandidaten. Und es gilt: Teuer muss nicht gut sein. Es gibt dagegen auch sehr günstige Modelle mit guten Ergebnissen.

Laien können gute Kindersitze nicht von unsicheren Modellen unterscheiden.

Laien können gute Kindersitze nicht von unsicheren Modellen unterscheiden.

Getty Images

Seit 1973 prüft die Stiftung Warentest Kindersitze – im Allgemeinen hat sich sehr viel Positives getan, aber auch im Jahr 2019 gibt es unannehmbare Ausreißer.

Der "Chicco Oasys i-Size" ist sogar lebensgefährlich. Er fiel beim frontalen Aufprall durch. Beim Aufprall löste sich das Gurtschloss aus dem Sitz, der Kinder-Dummy wurde aus der Sitzschale herausgeschleudert. Der Sitz wurde inzwischen zurückgerufen. Beim "Maxi-Cosi TobiFix" war das Flammschutzmittel TCPP in zu hoher Konzentration im Bezugstoff enthalten.

Aufgrund der unterschiedlichen Gewichtsklassen gibt es mehrere Gewinner. Überzeugend ist unter anderem die Babywanne "Maxi-Cosi Jade + 3wayFix" – sie überzeugt bei der Sicherheit.

Doch diese Schale ist mit 420 Euro sehr teuer. Preistipp der Tester ist die Schale "Cybex Aton 5" (bis zum 15. Monat) für nur 130 Euro.

Die meisten Teilnehmer im Test schnitten mit der Note gut ab, doch es gibt eben auch Ausreißer. Selbst von renommierten Firmen: Die "Britax Römer May – Way Plus" etwa schafft nur ein Ausreichend und kostet stolze 350 Euro.

Ein Sitz, der mit dem Kind mitwächst, konnte bei der Sicherheit nicht überzeugen. "Erhöhtes Verletzungsrisiko beim Frontalcrash" lautete das Urteil über den "Apramo All Stage".

Neue Alarmsysteme

Vier der Modelle besitzen ein Alarmsystem gegen "Kinder-Vergessen". So soll verhindert werden, dass Eltern ihre Kinder allein im Auto lassen. In Italien gehört dieses Feature inzwischen zur Pflichtausstattung. Die Tester wünschen aber ein weiteres Warnsystem, nämlich eines, das die Eltern alarmiert, sollte sich das Kind während der Fahrt selbst abschnallen. Sobald die Schnalle des Gurtes offen ist, bieten die Sitze keinen Schutz, da das Kind im Falle eines Unfalls aus dem Sitz herauskatapultiert wird.

Das höhere Sicherheitsniveau der Sitze geht generell mit hohen Preisen einher. Unter 200 Euro ist kaum ein Sitz zu bekommen, die Topmodelle kosten mehr als 500 Euro. Viel Geld bedeutet aber nicht viel Sicherheit, das gefährlichste Modell kostet immerhin auch 400 Euro. Doch es gibt auch günstige und gute Sitze von Nania für 50 Euro und von Britax Römer für 80 Euro. Der Test hilft daher, die guten und günstigen Modelle zu finden.

Den ganzen Test können Sie gegen Gebühr hier einsehen.

Kra

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.