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E-Bike-Test: Stiftung Warentest - das sind die besten Trekking-E-Bikes

Die Stiftung Warentest hat Trekkingräder untersucht, sie eignen sich für Pendler und Tourenfahren. Die Tester waren von Fahrverhalten und Qualität der E-Bikes angenehm überrascht. Aber auch dieses Mal gab es Problemfälle.

Mit einem E-Trekkingbike kann man auch anspruchsvolle Touren in Angriff nehmen (Symbolbild).

Mit einem E-Trekkingbike kann man auch anspruchsvolle Touren in Angriff nehmen (Symbolbild).

Getty Images

Die hat E-Bikes getestet. Und dieses Mal ist das Ergebnis im Großen und Ganzen erfreulich. Die Räder sind deutlich besser als in den Vorjahren und vor allem kam es dieses Mal beim Dauertest nicht zu einem der gefürchteten Rahmenbrüche.

Stabilere Rahmen

Ein Rahmenbruch ist der GAU des Fahrradbaus. Bei einem Rahmen aus würde so ein Bruch in der Praxis bei einer besonderen Belastung stattfinden. Etwa wenn das Rad mit hoher Geschwindigkeit einen Kantstein herunterfährt. Ein Bruch in so einer Situation führt meist zu einem schweren Sturz des Fahrers. 

Doch wie gesagt, so ein Befund gab es dieses Mal nicht. Die Tester haben sich mit Elektromotor angesehen. Nach den Tiefeinsteigern ist dies die zweithäufigste Rahmenform bei Elektrorädern.

Nur Herrenräder im Test

Alle Bikes im Test sind sogenannte Pedelecs, ihr Motor wird bei 25 km/h abgeregelt. Dafür benötigt man für diese Bikes keine spezielle Versicherung und kein Kennzeichen. Weitere Besonderheit des Tests: Es wurden ausschließlich Herrenräder mit Diamantrahmen getestet. Die Testergebnisse lassen sich übrigens nicht auf die entsprechende Räder mit Damenrahmen übertragen. 

Generell ließen sich die aktuell getesteten Modelle weit besser fahren, als ihre Vorgänger. Das liegt im Wesentlichen an der besseren Gewichtsverteilung.

E-Trekkingbikes: Das sind die besten E-Bikes bei der Stiftung Warentest
Der Testsieger KTM Macina Fun 9 SI-P5I erreicht die Note Gut (1,7). Die Tester loben den kraftvollen Motor und den breiten Lenker mit ergonomischen Griffen. Kosten: 2800 Euro.

Der Testsieger KTM Macina Fun 9 SI-P5I erreicht die Note Gut (1,7). Die Tester loben den kraftvollen Motor und den breiten Lenker mit ergonomischen Griffen. Kosten: 2800 Euro.

Hersteller

Die Motoren werden inzwischen bei den Pedalen am tiefsten Punkt des Rahmens montiert, der Akku liegt am Unterrohr und nicht mehr wie früher üblich auf dem Gepäckträger. Das führt zu einem generell besseren Handling  - die frühere Instabilität ist verschwunden. Erst ab Tempo 40 neigten drei Modelle zu leichtem Flattern. Tempo 40 erreicht man aber ohnehin nur, wenn es bergab geht. Die meisten Fahrer bremsen zudem vorher ab, weil ihnen das Tempo zu schnell wird.

Sichtbare Akkutechnik

Alle Akkus sind deutlich sichtbar am Rahmen montiert. Den neuesten Trend nämlich integrierte Akkus, die optisch im Rahmenrohr verschwinden, gibt es in der Preisklasse von unter 3000 Euro nicht. 

Die Tester kamen auf eine Praxisreichweite von 61 bis 87 Kilometern. Unserer Meinung nach ist das ein realistisches Ergebnis. Diese Reichweite wird jedoch nur bei moderater Fahrweise, gelegentlichen Anstiegen und mittlerer Motorenunterstützung erreicht. Wählt man die maximale Unterstützung, fährt sportlich und immer mit Höchstgeschwindigkeit, dürfte die Reichweite deutlich schrumpfen. Dergleichen im Gebirge.

Für den Alltag ausreichend

Wer mit seinem E-Bike ausgedehnte Touren unternehmen möchte, benötigt voraussichtlich einen Zweit-Akku. Weniger schön ist auch, dass die Räder von Cube und Kalkhoff mit einem 2-Ampere-Ladegerät anstelle eines 4-Ampere-Geräts geliefert werden. Das führt zu doppelt so langen Ladezeiten. Über sechs Stunden hängt der Akku dann an der Dose. So kann man ihn nicht während einer Touren-Pause regenerieren. 

Beim Dauertest von 20.000 Kilometern auf dem Prüfstand kam es zwar zu keinem Rahmenbruch, aber es bildeten sich an verschiedenen Rahmen Risse, aus denen Brüche entstehen können. Die teuren Räder sind also nicht für die Ewigkeit gemacht.

Nichts für Schwergewichte

Weiteres Problem ist das geringe zulässige Gesamtgewicht der Räder. Der Testsieger von KTM darf nur 124 Kilogramm auf die Straße bringen. Bei einem schweren Fahrer (95 Kilogramm Körpergewicht) bleiben nur vier Kilogramm für Schuhe, Helm und Kleidung - irgendein Gepäck für die Trekkingtour wird man so nicht transportieren können. 

Ein Rad fiel mit "Mangelhaft" durch. Der Stecker des Ladekabels des Raleigh Stoker 9 fiel beim Thema Brandsicherheit durch. Zudem saugt der magnetische Ladestecker kleine Metallteile an – im Test führte das dazu, dass ein Schräubchen die Elektronik kurzschloss.

Die fünf besten Räder stellen wir Ihnen in dieser Fotostrecke vor. 

Den gesamten Test können Sie auf Test.de gegen eine Gebühr nachlesen.

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