HOME

E-Bike-Test: Die besten Strom-Flitzer für die Stadt

Ein Elektrorad für den Weg ins Büro, das bedeutet blitzschnelle Starts an der Ampel, eine flotte Endgeschwindigkeit und das alles ohne Schweißflecken. Wir zeigen die besten E-Bikes für die City.

Von Gernot Kramper

Ein E-Bike hilft auch jungen Menschen, schnell ans Ziel zu kommen

Ein E-Bike hilft auch jungen Menschen, schnell ans Ziel zu kommen

Im Test von "E-Bike", einem Fachmagazin für Elektroräder, wurden alle Sorten von Rädern mit Elektroantrieb unter die Lupe genommen. Für Stadtbewohner sind - logisch - City-Bikes am interessantesten. Sie sehen nicht nach Senior aus wie die gemütlichen Tiefeinsteiger und wirken nicht so martialisch wie die vollgefederten Mountainbikes. Sie eignen sich optimal für die Stadt und kleinere Radtouren. Alle Räder im Test verfügen daher über eine komplette Straßenausrüstung mit Beleuchtung, Reflektoren, Schutzblechen und einem Gepäckträger.

Getestet wurden Räder mit solider, wartungsarmer Ausstattung. Meist sind die Räder mit einer narrensicheren Nabenschaltung versehen, sie muss nicht nachgestellt werden. Obendrein kann die Kette mit einem Kasten geschützt werden. Das Rad von Bergamont verfügt sogar über die revolutionäre NuVinci-Nabe - es handelt sich um eine Art Automatikgetriebe für Fahrräder. Nur wer mit sportlichem Körpereinsatz fahren will, sollte sich für eine Kettenschaltung entscheiden.

Bei der Kraftquelle geht der Trend klar zum Mittelmotor, fast alle Kandidaten waren mit Mittelmotoren von Bosch, Panasonic oder dem Impulse-Motor von Derby Cycle ausgerüstet. Wie bei allen hochwertigen E-Bikes wurden die einst beherrschenden Nabenmotoren nahezu komplett verdrängt. Alle Motoren sind in der Pedelec-Klasse bei 250 Watt und einer Endgeschwindigkeit von 25 km/h abgeregelt. Unterschiede gibt es lediglich in der Ansteuerung des Motors. Das Ansprechverhalten der Motoren fühlt sich daher unterschiedlich an. Letztlich ist das eine Geschmacksfrage, die man nur bei einer Probefahrt entscheiden kann.

Beim Test wurde besonders viel Wert auf Sicherheit und Fahrstabilität gelegt, die Räder dürfen sich bei höherer Geschwindigkeit nicht aufschaukeln. Kompakträder mit kleinen 20-Zoll-Felgen lassen sich leicht transportieren und unterstellen, verzichten aber auf eine Federung der Vordergabel. Eine Entscheidung, die man sich gut überlegen sollte, denn schlechte Straßenbeläge schlagen bei einem Elektrorad stark durch. Hauptnachteil für Stadtbewohner bleibt das hohe Gewicht der Fahrräder: Es ist kein Vergnügen, ein E-Rad in den dritten Stock zu tragen. Der Preisrahmen für die Fahrräder im Test liegt zwischen 2000 und 3000 Euro.

Das Reichweitenproblem ist dagegen gelöst. Alle Modelle lassen sich mit unterschiedlich leistungsfähigen Akkus erwerben, die starken Akkus werden übrigens nicht unförmig groß, treiben den Preis aber nach oben. Im Testbetrieb mit moderater Eigenleistung des Fahrers erreichten Räder mit einer hohen Speicherlistung von etwa 550 Wattstunden eine Reichweite von 70 und mehr Kilometern. In dem Rundkurs fallen 1000 Meter Höhendifferenz an. Höhe saugt den Akku schnell leer. Im Flachland sollte die Reichweite über 120 Kilometer betragen.

Fazit

Fast alle Räder im Test gibt es beim Händler mit Herren- oder Damenrahmen, lassen Sie sich also nicht irritieren, weil nur jeweils ein Geschlecht geprüft wurde. Meistens kann der Kunde zwischen unterschiedlich leistungsfähigen Akkus wählen, für den typischen Stadtradler genügt die Standardgröße mit 400 Wattstunden. Noch leistungsfähigere Akkus mit 500 Wattstunden und mehr kosten auch einen deutlichen Aufpreis. Sie sind zu empfehlen, wenn längere Radtouren geplant sind. Auch wer in einer hügeligen Gegend wohnt, sollte in mehr Power investieren. Ein Maxi-Akku ist aber auch für Ladefaule interessant, die einfach mehrere Tage fahren wollen, ohne sofort an die Stromdose zu müssen. Für den Standard-Radler sind die angebotenen Nabenschaltungen mit acht bis elf Gängen vollkommen ausreichend. Die meisten E-Radler werden schnell schaltfaul, weil der Motor unterstützt. Radler, die unbedingt eine Rücktrittsbremse wünschen, sind in ihrer Wahl allerdings sehr eingeschränkt. Außer die Modelle Kalkhoff und Derby Cycle unterstützt nur die neueste Generation von Boschmotoren die traditionelle Bremsmethode.

In der eingehängten Fotostrecke werden die fünf Top-Bikes des Tests vorgestellt. Das beste Rad im Test muss nicht für jeden Kunden ideal passen. Der Textsieger vom Versender Rose zum Beispiel ist ein E-Rad für sportliche Fahrer, wer lieber aufrecht auf seinem Rad thronen will, sollte vom Rose-Bike die Finger lassen und sich ein gemütlicheres Rad suchen. Wenn es vor allem wichtig ist, dass man das Rad platzsparend transportieren und unterstellen kann, wird das Modell von Hartje mit seinen kleinen 20-Zoll-Rädern interessant, auch wenn es sich für sportliche Touren nicht so richtig eignet.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.