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Sudoku: Zahlen, bitte!

Weltweit spielen bereit mehr als 100 Millionen Menschen "Sudoku". Das Logikrätsel ist nicht nur auf dem Papier eine wahre Freude. Jetzt wird auch auf dem PC und im Internet geknobelt.

Erst hat es Japan erwischt. Dann England. Und nun ist Deutschland im Rätselfieber. An den Kiosken, in Tageszeitungen, auf dem PC, im Internet: Überall gibt es plötzlich "Sudokus", kleine Zahlenrätsel, die sich mal schnell, mal nur nach längerem Nachdenken lösen lassen. Die auf Logik basieren, immer gleich und doch immer anders sind - und die deshalb viele Hunderttausende fesseln.

Simpel, aber tiefgründig

Die Knobeleien haben einfache Regeln. "Su Doku" stammt aus dem Japanischen, bedeutet "einzelne Ziffer", und genau darum geht es: Ein "Sudoku" ist ein großes Quadrat, das in neun Spalten, Zeilen und neun kleine Quadrate mit jeweils neun Zahlenfeldern unterteilt ist. In diesen müssen jeweils die Ziffern von 1 bis 9 untergebracht werden - wobei jede Zahl nur einmal in jeder Spalte, in jeder Reihe und in jedem der 3 mal 3 Kästchen großen Quadrate auftauchen darf. Die Zahlen müssen ihren einzig passenden Ort im Raster finden.

Anfangs ist das einfach. Versuchen Sie es doch gleich mal. Probieren Sie, im oben abgedruckten Sudoku die Zahlen in den Quadraten zu ergänzen: Da fehlt zum Beispiel im rechten oberen Quadrat die "1". Diese "1" passt nur in die erste Reihe neben die "4". Warum? Weil in der zweiten und dritten Reihe von oben bereits eine "1" steht, im linken und im mittleren Quadrat. Nach diesem Prinzip machen Sie weiter und sind bald darauf stolz, Ihr erstes Sudoku gelöst zu haben.

Großes Suchtpotential

Aber passen Sie auf: Sudoku macht süchtig. Sie werden schnell neue Lösungsstrategien finden, sie werden schwierigere Sudokus knacken - und Sie werden bald nicht mehr warten wollen auf die Zeitung vom nächsten Tag. Sie werden sich freuen, dass sie einen PC haben. Denn Websites wie sudoku.com, sudokumania.de oder play-sudoku.de erzeugen immer neue Sudokus und zeigen weitere Strategien auf, sie sagen Ihnen auf Wunsch sogar, ob Sie eine Zahl richtig platziert haben oder nicht. "Sudoku Mania" hilft sogar Spielern, die mit einem Rätsel auf Papier nicht weiterkommen: Wer sein Sudoku auf den PC überträgt, bekommt die Lösung angezeigt - Schritt für Schritt, damit er das Vorgehen lernt.

Kein Wunder, dass auch die Software-Branche Sudokus entdeckt hat: Schließlich hat man nicht überall einen Internetanschluss. Und so liefern die je zirka zehn Euro teuren Computerspiele "Sudoku" (Modern Games), "Sudoku Total" (bhv), "Crazy Sudoku" (Pepper Games) oder "Sudoku 1111" (digital publishing) immer wieder neuen Nachschub an Rätseln für Anfänger und Fortgeschrittene. Denn bei allen können Sie Ihren persönlichen Schwierigkeitsgrad einstellen. Und wenn Sie Sudokus lieber auf dem Papier als auf dem Bildschirm lösen, können Sie sie sogar ausdrucken - müssen dann aber auf die Hilfestellungen verzichten, die alle angeführten Programme geben. Unterschiede gibt es vor allem in der Zahl der enthaltenen Sudokus: Nur "Crazy Sudoku" und "Sudoku Total" generieren alle 6.670.903.752.021.072.936.960 möglichen Rätselvarianten. Das sollte erst mal reichen.

Carsten Görig / print
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