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Posse um Finanzminister Schäuble Sudoku statt Sirtaki


Erwischt! In der Debatte über das Rettungspaket für Athen am Montag war Finanzminister Wolfgang Schäuble kurzzeitig abgelenkt - von einer Partie Sudoku auf dem iPad. Die Posse schlägt inzwischen so hohe Wellen, dass sich Schäubles Sprecher zu einem Statement genötigt sah.

Der Sprecher von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Kritik wegen des Sudoku-Spiels des Ministers im Bundestag zurückgewiesen. Er finde die Fragen danach "ein bisschen kurios", sagte der Sprecher am Mittwoch in Berlin. Der Minister haben sich in den letzten Tagen und Wochen fast ununterbrochen um Sachfragen gekümmert, habe bei Verhandlungen in Brüssel "die Nächte durchgemacht" und sei zum G-20-Finanzministertreffen nach Mexiko geflogen. Er habe daher wenig Verständnis für eine Debatte über "irgendeine Momentaufnahme".

Schäuble war während der Debatte über das zweite milliardenschwere Hilfspaket für Griechenland im Bundestag am Montag dabei gefilmt worden, wie er auf einem Computer ein Zahlenrätsel löste.

Der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler hatte der "Bild" dazu gesagt: "Es ist nie verkehrt, Denksportaufgaben zu machen. Allerdings sollte man sich fragen, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist." Und Linken-Fraktionschef Gregor Gysi wurde von der Zeitung mit den Worten zitiert: "Ich finde, dass ein Finanzminister rechnen üben muss, und hoffe auf Ergebnisse."

kng/DPA DPA

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