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Bundesgesundheitsministerium Regierung lässt den Weihnachtsmann fürs Boostern werben und gibt Impf-Skeptikern einen mit

Das Bundesgesundheitsministerium wirbt mit dem Weihnachtsmann für die Booster-Impfung.
Das Bundesgesundheitsministerium wirbt mit dem Weihnachtsmann für die Booster-Impfung.
© Bildagentur-online/Tetra Images// / Picture Alliance
Die Booster-Impfungen haben nach schleppendem Beginn zuletzt Fahrt aufgenommen. Das Bundesgesundheitsministerium wirbt im Internet nun mit einem ungewöhnlichen Gast für die dritte Corona-Impfung.

Mit einem besonderen Werbespot wirbt das Bundesgesundheitsministerium im Internet für die Booster-Impfung. In einem kurzen Videoclip, der am Sonntagmittag veröffentlicht wurde, ist eine Person zu sehen, die sich schnell als Weihnachtsmann identifizieren lässt – auch wenn das nirgends erwähnt wird. "Wissen Sie, ich glaube ja nicht so an die Wissenschaft, denn die Wissenschaft glaubt ja auch nicht an mich", startet der Mann seinen Monolog – ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an die Impfgegner, die sich immer wieder gegen die wissenschaftlichen Untersuchungen der Impfstoffe richten und über zu wenig Forschung in dem Bereich klagen.

Doch er habe realisiert, dass er viel rumkomme und gerade in der Weihnachtszeit eine Menge Sozialkontakte habe. "Da gehe ich doch lieber auf Nummer sicher und hole mir meine Booster-Impfung" wirbt der Mann, gekleidet in einer roten Hose, die rote Weihnachtsmannjacke hängt im Hintergrund. Hinter ihm steht ein Arzneitisch mit Handschuhen, Tupfer und Desinfektionsmittel. Doch die entscheidende Botschaft kommt noch. "Das wirkt, auch wenn man nicht dran glaubt", ist der abschließende Satz, eine klarer Seitenhieb an die Impfskeptiker. 

Im Internet wurde der Beitrag überwiegend positiv aufgenommen. "Ein großartiger Beitrag liebes BMG", schreibt eine Userin unter das Video, das auf verschiedenen Plattformen gepostet wurde. Einige User kritisieren aber auch, dass jetzt auch der "Weihnachtsmann für die Propaganda" herangezogen würde. 

Corona: Auffrischungsimpfungen nehmen Fahrt auf

Nach schleppendem Verlauf hat die Zahl der Booster-Impfungen zuletzt stark zugenommen. Die Stiko hatte Mitte November die Booster-Empfehlung für alle Menschen ab 18 Jahren ausgesprochen. Bundesweit haben mittlerweile 15,7 Prozent der Bevölkerung laut dem Impfdashboard des Bundesgesundheitsministerium ihre Auffrischungsimpfung erhalten. Bundesweit führt Berlin in dieser Sattistik mit 18,3 Prozent, Schlusslicht ist wie auch bei der generellen Impfquote Sachsen mit 12,6 Prozent. Mit Stand vom 4. Dezember haben 71,9 Prozent der Deutschen bereits eine Erstimpfung erhalten.

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