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Videospiel "Titanfall" im Test: Kampf der Titanen

Menschen, die an Wänden laufen. Und Titanen, die die Erde zum Beben bringen. "Titanfall" ist innovative und intuitive Mehrspieler-Action für Freunde übergroßer Roboter. "Transformers" lässt grüßen!

Von Olaf Bleich und Benedikt Plass-Fleßenkämper

In der Science-Fiction sind Roboter ein gern gesehenes Motiv. Doch die Menschmaschinen verhalten sich nicht immer so friedlich und hilfreich, wie es sich Autor Isaac Asimov in seinen "Roboter-Geschichten" vorstellte. Nach Asimov sollten Roboter dem Menschen dienen und ein innerer Kodex – die Robotergesetze – sollte verhindern, dass sie ihren Schöpfer angreifen könnten. In der jüngeren Science-Fiction dienen die mechanischen Riesen aber nicht selten als Kriegswerkzeuge. Nicht zuletzt dank Hollywood sind Roboter zu hochstilisierten Kampfkolossen aus Eisen, Stahl und Titan mutiert: Arnold Schwarzenegger jagte 1984 als "Terminator" einen unschuldigen Jungen, der in der Zukunft die Menschheit in der Rebellion gegen die Maschinen anführen soll. Im Blockbuster "Pacific Rim" verschmelzen Mensch und Maschine regelrecht, um die Welt vor riesigen Monstern zu retten.

Mensch und Maschine als Symbiose

Ohne Mensch keine Maschine. Ohne Maschine kein Mensch. Denn die Roboter sind ausführendes Werkzeug und ebenso wichtig wie deren Steuermann selbst. In dem Actionspiel "Titanfall" für Xbox One und PC sind auch eindeutig die gewaltigen Titanen die Protagonisten, in einem rasanten Schauspiel von Explosionen, Raketen und Energieschilden. In einer nicht allzu fernen Zukunft streiten die IMC (Interstellar Manufacturing Corporation) und die Miliz um Rohstoffe im Grenzland.

Anders als in anderen Videospielen schlüpft man hier nicht in die Rolle des einsamen Helden, der das Schicksal in die eine oder andere Richtung beeinflussen soll. Man ist kein charismatischer Commander wie Colonel John Shephard aus den "Mass Effect"-Titeln. Nein, man ist nur ein kleines Rädchen in einer übergroßen Kriegsmaschinerie. Man funktioniert, man kämpft, man freut sich über Extras. "Titanfall" ist ein Mehrspieler-Feuerwerk für zwölf Teilnehmer und wandelt auf den Spuren von "Call of Duty" und "Battlefield".

IMC und Miliz

"Titanfall" bietet keinen traditionellen Einzelspieler-Modus und ist ohne Internetverbindung nicht spielbar. Vielmehr unterfüttert Entwickler Respawn Entertainment zwei kurze Mehrspieler-Kampagnen, in denen Spieler als Piloten auf Seiten der Miliz oder des IMC agieren. Letztlich wird hier eine Abfolge von Karten und Spielvarianten aber lediglich mit kurzen Filmsequenzen eingeleitet und mit gelegentlichen Funksprüchen oder Bildschirmeinblendungen unterstützt. Der Plot ist weder innovativ noch sonderlich dominant, reicht aber vollkommen aus, um die Missionen zusammen zu halten. Durch Beendigung der beiden kurzen Kampagnen schaltet man neue Chassis für die Titanen, die eigentlichen Helden des Spiels, frei.

Mein Stahlkoloss und ich

Jede Schlacht beginnt gleich: nämlich an Bord eines Transportflugzeugs. Aus luftiger Höhe springt man mit seinen Kameraden über dem Einsatzgebiet ab. Von Titanen noch keine Spur! Denn die mechanischen Riesen werden während der Schlacht erst auf einem Versorgungsschiff in der Umlaufbahn gefertigt und nach dem Ablauf eines Zeitlimits freigeschaltet. Diesen Prozess beschleunigt der Spieler durch Erfolge auf dem Schlachtfeld: Abschüsse, Vorlagen oder auch das Halten von Flaggenpunkten verkürzen die Wartezeit auf die Titanen. Irgendwann ertönt schließlich die frohe Botschaft "Titan bereit" aus den Lautsprechern. Mit einem simplen Klick legt man den Landungspunkt des Kolosses fest, ehe dieser wie ein Meteor auf dem Schlachtfeld aufschlägt.

Auf Tastendruck springt der Pilot in die Kommandokanzel – und schon bricht die Hölle los. Die stählernen Riesen sind dank futuristischer Antriebsdüsen verdammt schnell und mit ihren schweren Kanonen tödlich wie ein Sternenzerstörer. Der Pilot kann seine Kanzel jederzeit verlassen und seinen Titanen entweder als Bewacher von Flaggenpunkten abstellen oder sich von ihm Deckung geben lassen. Diese taktische Maßnahme erweist sich als ausgesprochen hilfreich, da der Titan etwa einen feindlichen Kampfroboter ablenken kann, während der Pilot eine bessere Angriffsposition sucht.

Pilot und Parcours-Läufer

Denn wenn die Titanen die Muskeln in "Titanfall" sind, dann sind die Piloten Hirn und Beine. Sie sind wieselflink unterwegs, katapultieren sich mit ihren Raketenrucksäcken blitzschnell auf Gebäude oder rennen sogar an Wänden entlang. Die Steuerung ist erstaunlich intuitiv; bereits nach wenigen Spielrunden vollführt man akrobatische Höchstleistungen, die schließlich im Rodeo-Ritt auf einem gegnerischen Titanen kulminieren. Die Piloten verfügen neben den handelsüblichen Primär- und Sekundärwaffen auch über einen speziellen Titanenknacker – anfangs eine Bazooka, später Elektroschocker oder Granatwerfer. In Kombination mit seiner Wendigkeit ist daher jeder Pilot eine echte Gefahr für jeden Titanen.

"Titanfall" ist ungemein schnell, effektvoll und toll spielbar. Ruhepausen gibt es nicht. Wer das Zeitliche segnet, kehrt binnen Sekunden zurück. Für ein stimmiges Schlachtgefühl sorgen die eingestreuten Computersoldaten. Mal als Roboter, mal als Menschen dargestellt, kompensieren die fremd gesteuerten Nachschubtrupps die geringe Spieleranzahl und sorgen auf den vergleichsweise kleinen Karten für mächtig Betrieb. "Titanfall" läuft auf der Xbox One zwar nicht in Full-HD-Auflösung, sieht aber dennoch spektakulär aus.

Auf dem Papier sehr überschaubar

Im direkten Vergleich mit der Shooter-Konkurrenz bietet "Titanfall" allerdings weniger von allem: weniger Spielmodi, weniger Waffen und weniger Extras. So gibt es für die Piloten lediglich zehn Hauptwaffen samt Visieren und Modifikationen. Die Modus-Auswahl, bestehend aus Materialschlacht, Last Titan Standing, Hardpoint, Capture the Flag und Pilotenjagd, erweist sich als spärlich innovativ und im Gegensatz zum eigentlich Spiel als erstaunlich konservativ. Und auch die Titanen werden in nur drei Varianten ausgeliefert.

Für Motivation sorgen neben dem Freischalten neuer Ausrüstungsgegenstände und dem Zusammenstellen eigener Ausrüstungssets – so genannter Load-Outs - vor allem die Herausforderungen. Diese kleinen Aufgaben bescheren einem zwischendurch immer wieder zusätzliche Erfahrungspunkte. Außerdem schaltet man auch so genannte Burn Cards frei. Wie in einem Kartenspiel verpasst man seinem Mech, seinem Piloten oder seinem Profil einen kleinen Boost, indem man einfach eine der vorliegenden Karten aktiviert.

Fazit: Laut, schnell, gigantisch!

Auch wenn "Titanfall" auf Dauer weniger Abwechslung und Modus-Vielfalt bietet als die Baller-Konkurrenz, ist es ein Adrenalinrausch sondergleichen. Die Balance zwischen schweren Kampfmaschinen und wendigen Piloten stimmt und beschert immer wieder großartige Spielmomente – etwa wenn ein Titan im Nahkampf kurzerhand den gegnerischen Piloten aus der Kanzel reißt und durch die Luft schleudert. "Titanfall" wagt einen einen frischen Ansatz im Mehrspieler-Shooter-Genre und bietet vielleicht nicht den Umfang eines "Battlefield 4" oder eines "Call of Duty: Ghosts". Dafür aber unkomplizierten und vor allem intuitiven Spielspaß mit riesigen Robotern – eine Wohltat bei all auf Realismus getrimmten Kriegs-Shootern.

Hersteller/Vertrieb:Electronic Arts
Genre:Ego-Shooter
Plattform:Xbox One, PC
Preis:64,99 Euro (Xbox One), 49,99 Euro (PC)
Altersfreigabe:ab 18 Jahren
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.