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Apple will Beats übernehmen: Woran Dr. Dres Milliardendeal scheitern könnte

Hat sich Dr. Dre zu früh gefreut? Die Übernahme seiner Kopfhörerfirma Beats durch Apple könnte noch scheitern. Angeblich auch wegen eines Videos, in dem er sich als "ersten Hip-Hop-Milliardär" feiert.

Rapper protzen gern, so ist zumindest das Klischee. Andrew Young alias Dr. Dre hat es erfüllt, als er Anfang Mai ein Video auf Facebook stellte, um die mögliche Übernahme seiner Kopfhörerfirma Beats durch Apple zu feiern. Das Filmchen zeigt ihn mit seinem Musikerkumpel Tyrece im Studio. Dre bezeichnet sich darin als "ersten Milliardär im Hip Hop", dem erwarteten Geldsegen sei Dank. Doch das könnte etwas voreilig gewesen sein.

Denn genau dieses Video habe die Apple-Oberen "vor Wut nahezu implodieren lassen", schreibt das Musikmagazin "Billboard". Der protzende, mit Schimpfwörtern um sich werfende Rapper, das sei für viele in dem als sehr konservativ geltenden Konzern einfach zu viel gewesen. Doch das ist dem Magazin zufolge nicht der einzige Grund, warum der Milliardendeal zwischen Beats und Apple scheitern könnte - der eigentlich schon in der vergangenen Woche besiegelt werden sollte. Nicht nur Dre sei für Apple ein ziemlicher Kulturschock, schreibt "Billboard", sondern auch sein Geschäftspartner, der Musikproduzent Jimmy Iovine. Vor allem wenn die beiden wie vermutet Posten im Apple-Vorstand bekommen würden.

Außerdem sei die Übernahme viel zu früh öffentlich gemacht worden und wahnsinnig kompliziert: 3,2 Milliarden wären die größte Summe, die Apple jemals für eine andere Firma ausgegeben hat. Andererseits sei noch gar nicht klar, wie viel Beats tatsächlich wert ist. Alles Gründe, aus denen es sich Apple anders überlegen könnte. Und wegen denen Dr. Dre sein Milliardärsdasein möglicherweise verschieben muss.

tim