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iPad-3-Gerüchte: Schneller, schärfer, stärker?

Am Mittwoch stellt Apple das neue iPad vor. Seit Wochen spekulieren Fans und Branchenkenner über die Ausstattung des neuen Tablets. Wir haben die Gerüchte zusammengefasst.

Von Christoph Fröhlich

Schon beim Namen ist sich niemand einig. Wird Apples neues Tablet iPad 3 heißen? Oder iPad HD? Oder gar iPad 2S? Seit Wochen streitet die Fangemeinde, jedes Gerücht wird genauer unter die Lupe genommen - und sei es noch so abwegig. Dass das neue iPad hochauflösender wird als sein Vorgänger und schneller rechnen kann, gilt im Internet bereits als beschlossene Sache. Gerüchte, wonach Apple auf den Home Button verzichtet und stattdessen nur noch auf Wischgesten setzt, dürften sich jedoch nicht bestätigen. Eine Auflistung der heißesten Gerüchte.

Retina-Display?

Am wahrscheinlichsten ist die Einführung eines neuen, hochauflösenden Retina-Displays. Dieser Bildschirmtyp feierte beim iPhone 4 seine Premiere und überzeugte mit einer knackig-scharfen Darstellung. Bisher setzt das iPad 2 mit einer Bildschirmdiagonale von 9,7 Zoll auf ein Display mit einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten.

Sollten sich die Angaben verschiedener Analysten bewahrheiten, wird das neue iPad eine Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln bieten - die Pixeldichte würde sich verdoppeln.

Apple würde damit zur hochauflösenden Konkurrenz aufschließen, die ihre Geräte jüngst auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert hat.

Schnellerer Prozessor?

Da ein hochauflösendes Display auch jede Menge Leistung voraussetzt, wird im Inneren vermutlich ein schnellerer Rechenchip werkeln. Das Apple einen neuen Prozessor präsentieren wird, gilt als sehr wahrscheinlich: Neue Rechenchips feierten bisher immer im iPad ihre Premiere und wurden erst Monate später in iPhone und Co. eingebaut.

Bislang setzt das iPad 2 (und das iPhone 4S) auf den Dual-Core-Prozessor A5 mit einer Taktrate von 1,0 Gigahertz. Insider vermuten einen A6-Prozessor, der eventuell sogar mit vier Kernen arbeiten wird. Auch die Konkurrenz setzt bereits auf Chips mit vier oder sogar fünf Rechenkernen.

Diverse Fotos deuten wiederum auf einen modifizierten Prozessor mit der Bezeichnung A5X hin - möglicherweise kommt der Sprung auf Vierkernprozessoren erst mit der übernächsten iPad-Generation.

Größerer Akku?

So viel Rechenpower zieht kräftig Strom. Um bisherige Laufzeiten von bis zu zehn Stunden bei höherer Leistung beizubehalten, müsste Apple einen größeren Akku verbauen - oder das System wesentlich effizienter gestalten. In Zuliefererkreisen wird gemunkelt, das neue iPad sei rund 9,6 Millimeter dick, 0,8 Millimeter mehr als das aktuelle Apple-Tablet. Platz genug für eine größere Batterie. Ansonsten soll das neue iPad aussehen wie die zweite Generation. Doch reicht das, um die Akkuleistung stabil zu halten?

Bessere Kamera?

Das iPhone 4S überzeugt mit einer 8-Megapixel-Kamera, die sogar Videos in Full-HD-Auflösung (1080p) aufzeichnen kann. Eine ähnliche Kamera könnte sicherlich auch im neuen iPad Einzug halten. Bisher erlaubt die Kamera im iPad 2 lediglich Videokonferenzen in 720p, also HD-ready. Auch im Fotomodus überzeugt die iPad-2-Kamera eher mäßig, ein Upgrade wäre nötig.

Siri an Bord?

Die elektronische Sprachassistentin Siri war eine der großen Überraschungen beim iPhone 4S. Sie kann Termine planen, den Wecker stellen oder Notizen anlegen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch das neue iPad dem Nutzer aufs Wort gehorchen wird.

Größere Festplatte?

16, 32 oder 64 Gigabyte - mehr Speicher gibt es für bisherige iPad-Interessenten nicht. Obwohl 64 Gigabyte für die meisten Nutzer eigentlich mehr als ausreichend sind, fordern einige eine 128-Gigabyte-Version.

Allerdings dürfte dies Wunschdenken bleiben, da Apple momentan andere Baustellen - Display, Akku, Prozessor, Kamera - bedienen muss, an denen die Konkurrenz schon vorbeigezogen ist. Ausgeschlossen ist die Speichererweiterung aber nicht.

Schneller surfen dank LTE?

Der neue superschnelle Mobilfunkstandard LTE ("Long Term Evolution") setzt sich auch in Deutschland durch, mit dem HTC Velocity erschien vor wenigen Tagen das erste LTE-fähige Smartphone. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass sich die beiden großen US-Mobilfunkanbieter AT&T und Verizon auf den Verkauf von iPads mit LTE-Technik vorbereiten.

Das chinesische Online-Magazin "M.I.C. Gadget" dagegen glaubt zu wissen, dass Apple vorerst auf den neuen Funkstandard verzichten wird. Wer Recht behält, wird sich am Mittwochabend zeigen.

Mini-iPad mit 7,85 Zoll?

Angeblich arbeitet Apple auch an handlicheren iPads mit einer Bildschirmdiagonale von 7,85 Zoll. Steve Jobs hatte die Mini-Tablets stets abgelehnt, doch laut dem "Wall Street Journal" und diversen Zulieferern plant Apple ab Herbst 2012 eine kleinere Version des iPads.

Damit will Apple auf den Erfolg von Amazons Kindle Fire reagieren, glauben Branchenkenner. Sollte das Tablet erst im Herbst erscheinen, könnte es aber auch auf einer späteren Veranstaltung vorgestellt werden.