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Aktueller Test: Bis zu 20 Euro im Monat: Erhöht Netflix bald die Preise?

Netflix gibt in diesem Jahr acht Milliarden Dollar für Serien und Filme aus. Um herauszufinden, wie viel die Nutzer zu zahlen bereit wären, startet der Streamingdienst nun einen Test. In einigen Fällen steht ein Preisschild von 20 Euro pro Monat. Das entspricht einer Steigerung von 43 Prozent.

Netflix testet gerade weltweit neue Preismodelle für Neukunden

Netflix testet gerade weltweit neue Preismodelle für Neukunden

Picture Alliance

Netflix wächst und wächst und wächst. Mittlerweile hat der Dienst weltweit mehr als 125 Millionen zahlende Mitglieder. Um die Abonnenten bei der Stange zu halten, veröffentlicht der Streaminganbieter im Wochentakt neue Filme und Serien. Allein in diesem Jahr will Netflix 1000 Eigenproduktionen bereitstellen, die sogenannten "Originals". Das ist teuer: Der Konzern rechnet mit Ausgaben von acht Milliarden US-Dollar (6,9 Milliarden Euro).

Netflix plant neue Abo-Stufe

Um die Flut an Eigenproduktionen zu finanzieren, ist der Konzern nicht nur auf ein weiteres Abonnenten-Wachstum angewiesen. Er muss mit den bestehenden auch mehr verdienen. In der Vergangenheit hat Netflix bereits die Preise für seine Abonnements erhöht. Nun geht das Unternehmen testweise noch einen Schritt weiter: Neukunden wird neben den drei bestehenden Abo-Modellen - Basis, Standard und Premium - eine weitere Stufe namens "Ultra" angeboten. Diese kostet zwischen 16,99 und 19,99 Euro pro Monat.

Im Vergleich: Das sind die neuen Preisstufen von Netflix
Das ist das bisherige Abo-Modell von Netflix: Drei Stufen, die teuerste (Premium) für 13,99 Euro pro Monat enthält alle Features.

Das ist das bisherige Abo-Modell von Netflix: Drei Stufen, die teuerste (Premium) für 13,99 Euro pro Monat enthält alle Features.

Premium-Abo wird schlechter

Ein Blick auf die Feature-Tabelle zeigt jedoch ein ernüchterndes Bild: "Ultra" bietet nicht mehr Features als das bereits angebotene Premium. Stattdessen werden die drei anderen Stufen abgewertet.

Der stern bekam im aktuellen Testlauf insgesamt drei verschiedene Varianten angeboten: Zweimal kostet das Ultra-Abo 16,99 Euro, dafür erhält man sämtliche Features wie Ultra-HD und die Bildverbesserungstechnik HDR, die beste Ton-Qualität und das parallele Abspielen auf bis zu vier Geräten. Das Premium-Abonnement bietet jedoch entweder nur zwei gleichzeitige Wiedergaben oder es werden bislang enthaltene Features wie die beste Soundqualität entfernt (siehe Vergleichs-Fotostrecke).

In einem dritten Entwurf verlangt Netflix für das Ultra-Abo sogar 19,99 Euro, also sechs Euro mehr als bei der Premiumstufe. Das entspricht einem Preisanstieg von 43 Prozent. Allerdings erhält man nur dann die Technik HDR, welche das Bild deutlich verbessert.

Netflix sagt: Alles nur ein Test

Auf die neuen Abo-Modelle für Neukunden angesprochen teilt Netflix dem stern mit: "Hierbei handelt es sich um einen Test. Netflix testet kontinuierlich Neues und die Tests unterscheiden sich normalerweise in ihrer Zeitdauer. In diesem Fall testet Netflix leicht unterschiedliche Preishöhen und Features, um besser zu verstehen, wie Verbraucher den Wert von Netflix einschätzen." Das Unternehmen betont, dass nicht alle Nutzer diesen Test zu sehen bekommen und die neuen Preisstufen womöglich nie umgesetzt werden. Einige Funktionen werden getestet und anschließend verworfen, wenn sie bei den Kunden nicht gut ankamen.

Wer derzeit Neukunde werden möchte und ein Abonnement für 16,99 oder 19,99 Euro angeboten bekommt, zahlt am Ende übrigens trotzdem nur 13,99 Euro, versichert Netflix. Es wird lediglich getestet, ob die Nutzer theoretisch bereit wären, höhere Gebühren zu bezahlen.

Ähnlich ging Netflix bereits in der Vergangenheit vor. Anhand von ausgewählten Nutzern testete der Konzern etwa die Abschaffung der Sterne-Bewertung, die Autoplay-Vorschau oder die letzte Preiserhöhung im vergangenen Oktober. Damals wurde das Premium-Abo von 11,99 auf 13,99 Euro erhöht. Insofern darf man gespannt sein, ob Netflix in diesem Jahr noch einmal an der Preisschraube dreht.

Für Premium-Bestandskunden ändert sich ohnehin erst einmal nichts. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass sich bei einer etwaigen Einführung einer Ultra-Stufe über kurz oder lang die angebotenen Features verändern.

cf
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