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"Bullying": Youtube trotzt den Mobbing-Videos

Nie war Mobbing so vernichtend wie heute: Täglich werden im Internet Videos veröffentlicht, in denen Mobbing-Opfer gequält und misshandelt werden. Das Portal Youtube hat nun einen Kanal gegen das so genannte "Bullying" eröffnet.

So sieht Mobbing der neuen Generation aus: Neckereien, Streiche, aber auch Prügel, Misshandlungen, und Erniedrigungen werden mit einer Handykamera gefilmt und innerhalb kürzester Zeit veröffentlicht. Die Täter bleiben anonym und können dennoch mit ihren Taten im Bekanntenkreis prahlen. Auf Video-Portalen wie Youtube kursieren die Clips, die vor allem von Jugendlichen verbreitet werden. Außerdem werden Foto-Communities und soziale Netzwerke wie StudiVZ als Plattform für Mobbing-Angriffe genutzt, die auch ohne Videos auskommen, zum Beispiel durch das Streuen von Gerüchten.

Youtube hat als Reaktion auf diesen Trend einen so genannten Anti-Bullying-Channel eröffnet. Im englischen Sprachraum wird Mobbing unter Jugendlichen "Bullying" genannt, die Internetvariante "Cyberbullying". Auf dem Kanal sind Videos von Prominenten wie Patrick Stewart oder auch Mobbing-Opfern zu sehen, die sich gegen Mobbing im Netz aussprechen. Sänger Ronan Keating wendet sich beispielsweise in einem Begrüßungsvideo direkt an die Täter: "Wenn du es nicht deinem Gegenüber ins Gesicht sagen kannst, dann stell es auch nicht online."

Außerdem geben zahlreiche Prominente und auch einzelne Betroffene Mobbing-Opfern Tipps, wie sie sich gegen persönliche Anfeindungen und Beleidigungen im Netz wehren können. Für das Portal kooperiert Youtube mit der Organisation Beatbullying, einer englischen Stiftung gegen Online-Mobbing.

kw