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25 Jahre World Wide Web: Als Bill Gates das Internet noch für einen Hype hielt

Das World Wide Web, von Bill Gates einst als Hype verschrien, feiert heute seinen 25. Geburtstag. Doch es gibt noch viel zu tun, meint Erfinder Tim Berners-Lee. Er fordert ein weltweites Grundgesetz.

Vor einem Vierteljahrhundert war das World Wide Web nur eine Idee, die ein junger britischer Informatiker am europäischen Kernforschungszentrum Cern ungefragt zu Papier brachte. "Vage, aber spannend" - so lautete die erste Reaktion, die Tim Berners-Lee von seinem Chef auf seinen am 12. März 1989 präsentierten Vorschlag erhielt. Berners-Lee schwebte ein Informationsmanagement-System vor, das den Datenaustausch unter Forschern vereinfachen sollte. Damit schuf er die Grundlage für das heutige Internet, das die Kommunikation von Milliarden Menschen revolutioniert hat.

Die Kollegen am Cern in der Nähe von Genf hätten das Projekt zunächst allerdings "komplett ignoriert", sagt Marc Weber vom Museum für Computergeschichte im kalifornischen Silicon Valley. Schließlich habe Berners-Lee sein Arbeitsumfeld aber vom Nutzen des Systems überzeugen können, indem er das Telefonverzeichnis des Cern online gestellt habe.

"Die Privatsphäre Einzelner muss respektiert werden"

Heute, 25 Jahre später, hat das World Wide Web mit seiner ursprünglichen Form nur noch wenig gemeinsam. Doch noch immer gibt es jede Menge zu tun, meint Berners-Lee, der Vater des Internets: Er fordert eine Art Magna Charta zum Schutz der Grundrechte im digitalen Raum. Für das Internet sei "ein weltweites Grundgesetz" nötig, sagte der Wissenschaftler der britischen Tageszeitung "The Guardian". Ohne "ein offenes und neutrales Internet, auf das wir uns verlassen können", könne es auch keine "offene Regierung oder gute Demokratie" geben.

"Es ist nicht naiv, zu glauben, dass wir das haben können, aber es ist naiv, zu denken, dass wir uns einfach zurücklehnen und es bekommen können", sagte Berners-Lee. Im Gespräch mit "Spiegel Online" forderte er: "Die Privatsphäre Einzelner muss respektiert werden, erbeutete Daten dürfen nicht kommerziell missbraucht werden. Die Snowden-Enthüllungen haben allerdings auch den großartigen Effekt, dass sich nun viel mehr Menschen über die Integrität des Internets Gedanken machen als je zuvor."

Die Geschichte des World Wide Webs

Das US-Militär lancierte bereits 1969 den Internet-Vorläufer Arpanet, an den allerdings nur Forschungszentren angeschlossen waren. Privathaushalte in den USA konnten in den 80er Jahren über CompuServe online gehen, Frankreich baute das Minitel-Netzwerk auf. Auch die Bundespost in Deutschland versuchte sich mit dem Bildschirmtext, kurz Btx, an einem Onlinedienst. Das World Wide Web sei anfänglich "ein echter Außenseiter" gewesen, sagt Weber.

Das Revolutionäre am WWW war der simple Datentransfer mit einem universellen Übertragungsstandard. Alle Webseiten konnten unabhängig vom Computersystem über das gleiche Adressformat angesteuert werden. Zum Navigieren im Internet genügten Klicks auf elektronische Querverweise, sogenannte Hyperlinks. Vor allem verfolgte Berners-Lee aber keine Geschäftsinteressen: Der Vater des heutigen Internets wollte eine offene und kostenlose Infrastruktur für den freien Austausch von Informationen schaffen.

Berners-Lee entwickelte seine Idee mit einem Kollegen weiter: Es entstanden der erste Browser - ein Programm zum Surfen im Netz - und die Homepage des Cern als erste Website. Doch die Nutzung dieses ersten Browsers war auf wenige Wissenschaftler beschränkt, und WWW-Server waren zunächst nur in Physikinstituten und deren Forschungslabors zu finden.

Heute sind 2,7 Milliarden Menschen sind online

Zu Popularität weit über den Kreis von Physikern und Informatikern hinaus verhalf dem World Wide Web der Browser Mosaic, den die Universität des US-Bundesstaates Illinois 1993 vorstellte. Mosaic, ein Vorläufer des Programms Netscape, war auch für Laien geeignet und konnte zudem erstmals Texte mit Grafiken anzeigen. Schon Ende 1994 surften zehn Millionen Menschen weltweit im Internet.

Für Microsoft-Gründer Bill Gates war das WWW anfangs "nur ein Hype". Doch bald erkannte auch der Softwaregigant das Netz als strategisches Feld, ab 1995 war der Browser Internet Explorer auf Rechnern mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows vorinstalliert. Den folgenden "Browser-Krieg" mit Netscape entschied der Internet Explorer für sich und erreichte eine dominierende Position. Doch inzwischen erhält Microsoft nicht nur Gegenwind vom Internetgiganten Google, sondern auch vom kostenlosen Browser Firefox.

Das Platzen der Internet-Spekulationsblase im Jahr 2000, die aufgrund überhöhter Erwartungen an die über das Web zu erzielenden Gewinne entstanden war, hat den Siegeszug der Technologie nicht stoppen können. Heute sind rund 2,7 Milliarden Menschen im Internet aktiv, etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung. Sie erledigen dort Einkäufe, Bankgeschäfte, Reiseplanung oder Partnersuche. Die E-Mail hat für viele Menschen den klassischen Brief ersetzt.

Die Nutzer stellen auch immer mehr eigene Inhalte ins Netz, vor allem über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Außerdem nimmt die Bedeutung des mobilen Internets rapide zu: Mit Smartphones und handlichen Tablet-Computern können Menschen von überall online gehen. Experten sehen dies als Chance für jenen Teil der Weltbevölkerung vor allem in Asien und Afrika, der noch offline ist. "Das Web ist eigentlich erst zur Hälfte fertig", sagt Weber. "Es existiert noch nicht weltweit."

cf/AFP / AFP
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.