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Beobachtungsstelle: jugendschutz.net wird zehn Jahre alt

Die bundesweite Beobachtungsstelle jugendschutz.net zum Aufspüren von Kinderpornografie und Gewaltverherrlichung im Internet hat ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Die von den Ländern getragene Mainzer Einrichtung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sei bei Strafverfolgungsbehörden, Fachinstitutionen und Unternehmen in Deutschland anerkannt, sagte der rheinland-pfälzische Staatskanzlei-Chef Martin Stadelmaier (SPD).

Jugendschutz.net geht gegen verbotene Internetseiten vor und informiert die Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Medienunternehmen. Anschließend könne auf die schwarzen Schafe unter den deutschen Anbietern im weltweiten Datennetz ein hohes Bußgeld zukommen, sagte der Leiter von jugendschutz.net, Friedemann Schindler. Ziel sei aber, schon vorher das Löschen jugendgefährdender Inhalte zu erreichen. Bei Kinderpornografie schaltet jugendschutz.net das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden ein.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD- Bundesvorsitzende Kurt Beck betonte mit Blick auf jugendschutz.net: "Diese Arbeit wird auch in Zukunft unerlässlich sein, denn Kinder und Jugendliche werden immer Schutz vor Bildern, Texten und Filmen brauchen, die sie ängstigen oder gar verstören können."

DPA / DPA