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Bitcoin-Börse Mt. Gox offline: Der 350-Millionen-Dollar-Hack

Die wichtigste Bitcoin-Tauschbörse der Welt ist offline: Seit Dienstag ist Mt.Gox nicht mehr erreichbar. Der Wert der virtuellen Währung brach ein. Dahinter könnte ein Millionen-Dollar-Hack stecken.

Die Digitalwährung Bitcoin hat einen heftigen Rückschlag erlitten: Die große Handelsplattform Mt.Gox ist seit Dienstag nicht mehr aufzurufen - Nutzer sehen nur noch eine leere Seite unter der Internetadresse mtgox.com. Eine Stellungnahme des Unternehmen mit Sitz in Tokio gibt es nicht. Bereits vor zwei Wochen hatten die japanischen Betreiber den Handel wegen einer technischen Panne vorübergehend gestoppt.

Die Wettbewerber Coinbase, Kraken, BitStamp, Circle, und BTC China kritisierten Mt.Gox in einer gemeinsamen Stellungnahme scharf und bemühten sich, weiteren Schaden von der Branche abzuwenden. Mt.Gox habe das Vertrauen seiner Nutzer in tragischer Weise verletzt, doch es handle sich um einen Einzelfall. Es gebe hunderte vertrauenswürdiger und verantwortungsvoller Firmen.

Nachdem die Seite nun offenbar komplett verschwunden ist, wird im Netz über die Gründe spekuliert. Die Rede ist unter anderem von einem gigantischen Diebstahl. Laut "Wired", wo man sich auf ein vermutlich echtes "Krisen-Strategie"-Dokument von Mt. Gox beruft, klauten Hacker der Börse rund 744.000 Bitcoins. Die virtuellen Münzen waren zum Kurs am Montagabend rund 350 Millionen US-Dollar wert. Vermutlich ist Mt.Gox nun pleite und die Macher sind untergetaucht.

Die Community reagierte bestürzt. "Das dürfte es dann jetzt gewesen sein", kommentierte ein User im Forum bitcointalk.org. Der Kurs der Digitalwährung war bereits massiv unter Druck, bevor Mt.Gox von der Bildfläche verschwand. Seit Jahresbeginn halbierte sich der Kurs beinahe. Zuletzt notierte der Bitcoin bei 533 Dollar.

cf/DPA / DPA
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