Design Auch Web-Seiten haben offenbar ein Geschlecht

Eine Studie hat ergeben, dass Männer und Frauen unterschiedlich auf das Design von Internetangeboten reagieren. Demnach sei das Gros der Websites "männlich".

Britische Forscher haben herausgefunden, dass Frauen und Männer unterschiedlich auf das Design von Web-Seiten ansprechen.

Männer favorisieren dunkle Farben und horizontale Linien als Gestaltungselement. Frauen bevorzugen hingegen Internet-Auftritte, die sowohl beim Hintergrund als auch bei der Schrift farbig gestaltet sind. Auch mögen Frauen eher natürliche Fotos als gestellte Aufnahmen.

Geschlechterunterschiede lassen sich offenbar auch bei der Gestaltung der Web-Seiten erkennen. So fühlen sich Frauen eher auf Web-Seiten heimisch, die auch von Frauen gestaltet wurden.

Die Studie der Glamorgan University Business School in Wales untersuchte die Internet-Auftritte von 32 britischen Universitäten und kam zu dem Schluss, dass diese zu 94 Prozent eine "männliche Orientierung" aufweisen. Nur zwei Prozent wurden als Web-Sites mit einer eindeutig femininen Ästhetik eingestuft. Sollten Internet-Anbieter daher zwei Versionen ihrer Web-Seiten anbieten, eine für Frauen und eine für Männer? Die Forscherin Gloria Moss plädiert für weitere Untersuchungen, meint aber auch: "Zumindest denken wir, dass es eine Kombination der unterschiedlichen ästhetischen Ansätze geben sollte."

AP AP

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