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Warten auf den ersten Tweet Er ist wieder da: Musk entsperrt Donald Trumps Twitter-Account – doch kommt er überhaupt zurück?

Donald Trumps Twitter-Account ist seit heute wieder zu erreichen
Donald Trumps Twitter-Account ist seit heute wieder zu erreichen
© Twitter
Fast zwei Jahre war der ehemalige US-Präsident Donald Trump seines wichtigsten Sprachrohrs beraubt. Jetzt hat der neue Twitter-Chef Elon Musk ihn wieder entsperrt. Und seine Fans hoffen auf die Rückkehr.

Ohne Twitter wäre seine Präsidentschaft kaum denkbar gewesen. Schon vor seiner Wahl nutzte Donald Trump den Kurznachrichtendienst, um direkt und ungefiltert seine Anhänger ansprechen zu können. Mit seiner Mischung aus Eigenlob, Angriffen auf Gegner und überraschender Verkündungen gab er während seiner Amtszeit in Eigenregie den Takt der Schlagzeilen vor. Dann wurde er gesperrt. Jetzt hat Elon Musk sein Versprechen wahr gemacht – und Donald Trump seinen Twitter-Account zurückgegeben.

Seit den frühen Morgenstunden erwartet Besucher des Profils nicht mehr die Meldung, dass diese Person gesperrt wurde. Sondern die gesamte Sammlung von Trumps fast 60.000 Tweets. Neue sind bisher nicht hinzugekommen: In den USA ist es noch mitten in der Nacht. Trotzdem dürften viele von Trumps Fans bereits sehnsüchtig auf seine Rückkehr auf die Twitter-Bühne warten.

Warten auf Donald Trump

Ob das passiert, ist allerdings noch gar nicht klar. Twitter sei nun endlich wieder in vernünftigen Händen, verkündete Trump zwar als Reaktion auf die Übernahme des Dienstes durch Elon Musk. Er selbst wolle aber lieber auf seiner eigenen Plattform bleiben. Ein knappes Jahr nach seinem Rauswurf hatte Trump mit Truth Social sein eigenes Netzwerk an den Start gebracht, nutzt es nach einer langsamen Anfangsphase mittlerweile regelmäßig. Die Reichweite seines Twitter-Account hat er dort allerdings nicht einmal ansatzweise. Insofern bleibt es spannend, ob er bei seiner Ankündigung bleibt.

Eventuell wollte sich Trump nur für den Fall absichern, dass er doch nicht zurückkehren dürfte. Musk hatte zwar bereits vor Monaten bekräftigt, den Account entsperren zu wollen. Am Freitag hatte er sich dann aber plötzlich für eine andere Variante entschieden: Er ließ die Twitter-Nutzer über die Rückkehr abstimmen. Die über 130 Millionen Nutzer, die die Umfrage laut Musk zu Gesicht bekamen, entschieden nur knapp: 52 Prozent wollten Trump zurückholen, 48 Prozent wollten es nicht. "Die Menschen haben gesprochen", verkündete Musk letztlich das Ergebnis. Wenige Stunden später war der Account wieder zu erreichen. 

Für Trump kommt das Ende der Sperre in einer entscheidenden Phase. Gerade erst hatte er seine erneute Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2024 verkündet. Mit Twitter hat er nun sein wichtigstes Sprachrohr zurückerhalten. Ob er aber noch einmal die gleiche Reichweite erreichen kann, wird sich erst zeigen müssen. Während seiner Präsidentschaft wurde quasi jeder seiner Tweets zur weltweiten Nachricht. Das hatte allerdings einen gewichtigen Grund: Die Tweets waren direkte Wortmeldungen des damals mächtigsten Mannes der Welt. Für einen bereits einmal abgewählten Herausforderer wird das vermutlich weniger gelten.

Quelle:Twitter

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