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Internetrache: Da schläft ein Techniker auf der Couch

Amerika, das Serviceparadies? Nicht immer. In den USA sorgten verschnarchte Techniker und aggressive Hotline-Mitarbeiter für Aufsehen: Denn ihre Kunden hatten sich im Netz gerächt.

Von Ralf Sander

Hart hat er gearbeitet, man kann es sehen. So hart, dass sein Kopf nach hinten auf die Rückenlehne des Sofa gesunken ist. Auf seinem Schoß liegt ein aufgeklappter Laptop. Der Schlaf muss ihn plötzlich übermannt haben. Mitten während der Arbeit. Man könnte fast Mitleid haben,... wäre die Couch nicht die eines Auftraggebers, wäre der Techniker nicht während eines Kundendiensteinsatzes eingeschlafen.

Dem Kunden platzte der Kragen

Brian Finkelstein aus Washington, der statt eines ausgetauschten Modems den schlafenden Mitarbeiter der Netzwerkfirma Comcast in seinem Wohnzimmer vorfand, sann auf Rache. Er baute eine Videokamera auf, filmte unbemerkt den Service-Mann und veröffentlichte einen kurzen Film auf dem Videoportal YouTube: Zwischen Sequenzen mit dem schlummernden Netzwerker schnitt Finkelstein giftige Tiraden gegen Comcast: "Danke für zwei kaputte Router, stundenlange Ausfälle, ewige Telefonwarteschleifen und hohe Preise". Das Video machte schnell die Runde, mehr als 650.000 mal wurde es allein bei YouTube inzwischen abgerufen. Die US-Medien sprangen darauf an, und das Unternehmen hatte eine PR-Katastrophe. Da half auch die Tatsache nichts, dass später ein mehrköpfiges Comcast-Team in einem fünfstündigen Einsatz Finkelsteins Netzwerk repariert hat und dem Techniker sofort gekündigt wurde.

Video: "A Comcast Technician Sleeping on my Couch"

Flash benötigt

Abstieg in die Kundendienst-Hölle

Ebenfalls seinen Job verlor ein Kundendienstler des Internet-Providers AOL namens John, dessen Telefonat mit einem Kunden die New York Times als "wilden, erschreckenden Abstieg in die Kundendienst-Hölle" beschrieb: Vincent Ferrari, ein 30-jähriger New Yorker, wollte seine AOL-Mitgliedschaft kündigen - telefonisch. John, am anderen Ende der Telefonleitung, hatte andere Pläne. Der verbale Kampf dauerte länger als 20 Minuten. "Ich habe 21 mal 'kündigen' gezählt", sagte AOL-Sprecher Nicholas J. Graham gegenüber der New York Times, "und dabei sind die ganzen Varianten von 'ich will das nicht' und 'ich brauche das nicht' noch nicht mitgerechnet." Der Online-Riese hat sich inzwischen bei Ferrari entschuldigt und ihn gehen lassen. Doch die Geschichte ist nicht zu Ende: Ferrari hat einen fünfminütigen Ausschnitt (leider in schwacher Tonqualität) seines Gesprächs in seinem Blog "Insignificant Thoughts" veröffentlicht. Die Reaktionen waren so gewaltig, dass der Soundschnipsel zwischenzeitlich vom Netz genommen werden musste, weil die Datenlast zu groß wurde.

"Das ist mir auch passiert" - so lautete der häufigste Kommentar zu Ferraris AOL-Erlebnissen. Ein Satz, den so ähnlich auch der gefeuerte Comcast-Techniker schreiben könnte. Denn als dieser auf dem Kundensofa wegdämmerte, befand er sich gerade in der Telefon-Warteschleife seines Arbeitgebers. Eine Stunde lang.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(