HOME

Nach Account-Sperrung: IS bedroht Twitter-Gründer

Die Terrormiliz IS droht Twitter-Gründer Jack Dorsey mit Mord, weil dieser Nutzerkonten mit Verbindungen zur Miliz blockiert hat. US-Behörden und der Kurznachrichtendienst selbst ermitteln.

Twitter untersucht mutmaßliche Drohungen von IS-Miliz gegen Gründer Jack Dorsey

Twitter untersucht mutmaßliche Drohungen von IS-Miliz gegen Gründer Jack Dorsey

US-Behörden und Twitter ermitteln wegen angeblicher Morddrohungen der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) gegen Mitgründer Jack Dorsey und weitere Mitarbeiter des Kurznachrichtendienstes. "Unser Sicherheitsteam untersucht die Wahrhaftigkeit dieser Drohungen zusammen mit Vertretern der Strafermittlungsbehörden", sagte ein Twitter-Vertreter. Nach einem Bericht Online-Nachrichtenseite Buzzfeed waren die anonymen Drohungen am Sonntag auf der Internetseite Pabestin entdeckt worden.

"Virtueller Krieg wird echter Krieg"

"Euer virtueller Krieg gegen uns wird einen echten Krieg hervorrufen", heißt es nach dem Buzzfeed-Bericht in einer der Drohungen. "Wir haben euch von Anfang an gesagt, dies ist nicht euer Krieg, aber ihr wolltet das nicht verstehen und habt weiter unsere Twitter-Accounts geschlossen."

IS-Aufständische haben in der Vergangenheit regelmäßig den US-Dienst genutzt, um miteinander zu kommunizieren. Zudem diente Twitter als Verbreitungskanal für Videos von brutalen Gewalttaten.

Twitter, bei dem Nachrichten maximal 140 Zeichen lang sein können, hat weltweit mehr als 288 Millionen Nutzer. Vor allem während des Arabischen Frühlings hatte der Dienst eine große politische Rolle gespielt.

stb/Reuters / Reuters
Themen in diesem Artikel