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OkCupid: Kämpft er gegen soziale Ungerechtigkeit? Diese Dating-App sagt es dir nun direkt

Wart ihr schon mal auf einem Date mit jemandem, der eure Ideale einfach überhaupt nicht geteilt hat? Eine Dating-App will das nun verhindern – mit Symbolen und Hintergrundfragen. 

Mann am Handy

Er ist süß – aber teilt ihr die gleichen Ideale?

Unsplash

Kleines Gedankenexperiment: Ihr lernt auf einer Dating-App einen attraktiven jungen Mann kennen. Während des typischen Chat-Geplänkels stellt sich heraus: Er ist nicht nur optisch genau euer Typ, sondern auch wirklich witzig. Anstatt noch lange zu schreiben, entscheidet ihr, euch einfach mal im echten Leben zu treffen. Ihr blockiert euch einen ganzen Nachmittag am Wochenende, putzt euch heraus, freut euch … Beim Date sprecht ihr über die Dinge, die euch im Leben bewegen. Ihr erzählt, dass ihr am letzten Wochenende bei einer "Black Lives Matter"-Demo wart und gerade diesen sehr informativen Podcast über Weißes Privileg und systemischen Rassismus hört – und er sagt: "Ja, aber seien wir doch mal ehrlich: All lives matter." Oder: "Naja, aber in Deutschland gibt es sowas ja nicht." Oder: "Sowas interessiert mich nicht wirklich."

"Kämpfst du aktiv gegen soziale Ungerechtigkeit?"

Um genau solche bösen Überraschungen zu vermeiden, hat die Dating-App "OkCupid" sich jetzt ein neues Feature ausgedacht, dass es Usern erlaubt, schon auf ihrem Profil klar zu machen, ob sie sich mit dem "Black Lives Matter"-Movement solidarisieren. So können Singles ab sofort ein entsprechendes Symbol auf ihr Profil setzen. Außerdem wurden den Hintergrundfragen, die User über sich selbst beantworten müssen, einige zum Thema soziale Gerechtigkeit hinzugefügt: "Protestierst du im Kampf gegen Ungerechtigkeit?" oder "Ist es dir wichtig, dass dein Date sich gegen Rassismus einsetzt?"

Profil auf OkCupid

Du kämpfst aktiv gegen soziale Ungerechtigkeit? Bei dieser App kannst du ab sofort sehen, ob dein potentielles Date es auch tut.

In einer Pressemitteilung heißt es, das Feedback auf die Änderungen sei bislang größtenteils positiv gewesen. So würden 70 Prozent der Nutzer sich am Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit und Rassismus beteiligen.

Außerdem habe man Werbeflächen im Wert von einer Million Dollar an schwarze Bürgerrechtsorganisationen vergeben. "Wir wissen, dass noch viel getan werden muss. Wir werden hier nicht aufhören und haben uns fest vorgenommen, ein Teil der Veränderung zu sein", heißt es von Seiten der Macher*innen der App.

Und wir können wieder ruhig im Wissen schlafen, dass wir nicht aus Versehen mit Menschen auf Dates gehen, die sich "einfach nicht so für diesen politischen Kram interessieren". 

Quelle: "OkCupid"

jgs
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