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Neuer Personalausweis: Der Perso der Zukunft kann auch online

Die Bundesregierung lässt einen neuen Personalausweis entwickeln. Das für 2010 geplante Dokument soll auch im Internet eine sichere Identifikation ermöglichen - zumindest denjenigen, die bereit sind, am PC die nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Ein neuer Personalausweis soll den elektronischen Daten- und Zahlungsverkehr im Internet stark erleichtern. Das Innenministerium in Berlin bestätigte Berichte der "Stuttgarter Nachrichten" und der "Kölnischen Rundschau". Mithilfe der Technik können sich Bürger anhand ihres Personaldokuments im Internet eindeutig ausweisen, um Geschäfte und Verfahren abzuwickeln.

Technische Grundlage für den elektronischen Ausweis sei ein weiterer Chip, mit dem das Personaldokument auf Wunsch ausgestattet werde. Der Besitzer erhält dann eine Geheimnummer (PIN) und muss seinen Computer mit einem entsprechenden Lesegerät ausstatten, in das er den Personalausweis steckt. Damit könne er sich im Internet gegenüber potenziellen Geschäftspartnern eindeutig zu erkennen geben, hieß es weiter. Wer darüber hinaus via Internet rechtsgültige Verträge abschließen wolle - beispielsweise beim Wohnungskauf gegenüber einem Notar - könne künftig sogar eine elektronische Unterschrift hinterlegen.

Der Chip wird dem Bericht zufolge vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt und soll Ende 2010 nutzbar sein. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wolle den Ausweis am Mittwoch erstmals dem Kabinett vorstellen.

Sowohl für die Authentifizierung als auch für die elektronische Signatur gibt es dem Bericht zufolge je eine Geheimnummer. Auf die Datenmenge, aus der Foto oder Fingerabdruck zusammengesetzt sind, soll nur der Staat Zugriff haben. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, nannte den neuen Ausweis "den besten der Welt". Jeder Bürger könne entscheiden, welchen Ausweis er beantragt ob mit Fingerabdruck, mit Chip zur elektronischen Authentifizierung oder gar mit Chip zur Signatur. Zwtl:

Kosten zwischen acht und 59 Euro

Die Kosten sollen je nach Ausstattung zwischen acht und 59 Euro liegen. In jedem Fall wird neben den Personalien ein biometrisches Foto gespeichert, in den neuen Reisepässen auch der Fingerabdruck.

Peter Schaar, Datenschutzbeauftragter der Bundesregierung, wägt ab: "Der volldigitalisierte Personalausweis ist nur ein Angebot und keine Verpflichtung. Entscheidend ist: Wie sicher ist er vor Manipulation, also vor dem unberechtigten Auslesen der Daten?" Die einzelnen im "E-Ausweis" gespeicherten Merkmale müssten klar von einander abgeschottet sein. "Die biometrischen Daten dürfen nicht mit der elektronischen Authentifizierung und der Signatur verknüpft werden."

AP / AP
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