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Open-Street-Projekt: Die Weltkarte zum Mitmachen

Nach dem Prinzip von Wikipedia vermisst das Open-Street-Projekt die Erde neu. Mithilfe von 100.000 Freiwilligen entsteht eine echte Konkurrenz zu Google Maps. Denn für die Open-Source-Karte werden auch Waldwege und Biergärten vermessen. Ziel ist es, die detailliertesten Karten der Welt zu erstellen.

Das Mitmach-Lexikon Wikipedia hatte es vorgemacht - jetzt wollen Wanderer, Freizeitradler, Segler und alle, die gute Landkarten brauchen, nachziehen: Im Rahmen des so genannten Open-Street-Map-Projekts (OSM) entsteht derzeit die erste Weltkarte zum Nulltarif. Bayern hat dabei bundesweit die Nase vorn. Als erstes Bundesland hat es den engagierten Freizeitkartographen Luftbilder zur Verfügung gestellt und damit den Aufbau einer Bayern-Landkarte auf Wiki-Basis unterstützt.

Mehr als drei Monate hatten OSM-Engagierte in ganz Deutschland so die Oberpfalz kartographiert - und inzwischen ins Internet gestellt. Dort kann die Karte nun jedermann kostenlos abrufen - und ergänzen. Wer Fehler entdeckt, ist aufgerufen, sie auszumerzen.

"Du kannst jede Idee umsetzen"

Eine Karte zum Nulltarif, die mit dem Detailwissen Tausender von Nutzern perfektioniert wird - das ist für den in Franken lebenden Schweizer Markus Bärlocher das Hauptmotiv für sein Engagement beim Projekt Open-Street-Map (freie Straßenkarte). "Das Verrückte an OSM ist: Du kannst jede Idee umsetzen, Du musst es nur selber machen", berichtet der Kartenfreak, der sich auch schon bei Wikipedia engagiert hat.

Begonnen hat er mit seinem Beitrag direkt vor seiner eigenen Haustür. Bis vor zwei Jahren hatte sein Wohnort Hüttenbach auf der OSM-Deutschlandkarte nur als Ortsname bestanden. Mit Kompass und Maßband, begann er die umliegenden Wohnstraßen zu vermessen. Später perfektionierte er seine Aufzeichnungen mit einem Satelliten-Navigationsgerät. Später kopierte er die Angaben über Computer und Internet in die Mitmachkarte.

Weltweit machen rund 100.000 mit

Die Idee für den Aufbau einer Weltkarte nach dem Mitmach-Prinzip von Wikipedia hatte der Engländer Steve Coast. Er strebte damit eine Unabhängigkeit von den großen Internetkarten-Anbietern wie Google- Maps oder Tele-Atlas an. Seitdem ziehen Freiwillige rund um den Globus mit Notizblock und GPS-Geräten los und vermessen ihren Wohnort und ihre Region. Weltweit beteiligen sich rund 100.000 Freiwillige an dem Projekt, knapp 20.000 sind es in Deutschland, etliche hundert in Bayern.

Als Grundlage dienen den OSM-Engagierten häufig Luftbilder, die der Google-Konkurrent Yahoo dem Projekt seit längerem zur Verfügung stellt. Diese dienen dann als Grundlage, um Wälder, Hauptstraßen, Gewässer, Bahnlinien und Ortschaften am Computer abzuzeichnen. Dass staatliche Stellen - wie im Fall des Bundeslandes Bayern das Landesvermessungsamt - Luftbilder zur Verfügung stellen, ist bislang eher die Ausnahme. "Wir hoffen, aber das das Beispiel Oberpfalz Schule macht und auch andere Bundesländer dem bayerischen Beispiel folgen", betont Bärlocher. Für fachmännische Unterstützung sorgen inzwischen auch Hochschulen, die ihre Rechner für die OSM-Datenbank zur Verfügung stellen.

Viele Spezialkarten für Wanderer oder Reiter

Auf den vielen tausend Freiwilligen in der Region ruht allerdings die Hauptlast. An ihnen liegt es, Ortsstraßen zu ergänzen, bei Radtouren und Wanderungen Feld- und Forstwege per GPS zu erfassen und die Standorte von Bahnhöfen, Kliniken, Apotheken und Unterkünften einzutragen. Eingespeist in eine riesige Datenbank lassen sich daraus neben einer Basiskarte auch Spezialkarten mit Wander-, Fahrrad- und Reitwegen erstellen. "Das hängt ganz vom Benutzer ab, was er aus der Karte macht", betont Bärlocher.

Das bayerische Landesamt für Vermessung und Geoinformation beobachtet unterdessen die Aktivitäten der Hobbykartographen aufmerksam. "Das ist ein interessantes Projekt, das sich lohnt, anzuschauen", betonte Pressesprecher Marcus Wandinger. Wie eine weitere Zusammenarbeit mit den OSM-Aktivisten aussehen könnte, will die Behörde von den Ergebnissen der Kooperation in Sachen Oberpfalz abhängig machen. Als Konkurrenz sieht die Behörde das OSM-Projekt jedenfalls nicht. Schließlich verfüge das Landesamt über ein umfassendes Angebot hochwertiger Karten für ganze unterschiedliche Interessen, betonte der Sprecher.

Klaus Tscharnke/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.