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20 Geräte im Test Satter Sound für unterwegs: Warentest prüft Bluetooth-Boxen – und empfiehlt das Ikea-Modell

Die Eneby von Ikea bietet laut Stiftung Warentest den besten Kompromiss aus Preis, Gewicht und Sound
Die Eneby von Ikea bietet laut Stiftung Warentest den besten Kompromiss aus Preis, Gewicht und Sound
© Ikea / Hersteller
Ob im Garten oder dem Park: Auch draußen muss man heutzutage nicht auf gute Musik verzichten. Wer guten Klang will, muss aber schleppen, fand Stiftung Warentest beim Test von Bluetooth-Boxen heraus.

Wollte man früher draußen Musik hören, musste man entweder eine riesige Boombox mitnehmen oder gleich selbst ein paar Akkorde auf der Gitarre spielen. Und war bei der Auswahl auf die Inhalte der mitgebrachten Kassetten, CDs und der gelernten Songs beschränkt. Über den Sound sprechen wir lieber nicht. Seit dem Aufkommen von Streamingdiensten und Bluetooth-Boxen ist guter Sound im Garten, Park oder am Strand kein Problem mehr. Aber nicht alle Boxen taugen auch, zeigt die Stiftung Warentest.

Im aktuellen Heft haben sich die Tester 20 aktuelle Geräte vorgeknöpft, von 200 Gramm leichten für die Hosentasche bis zur satt 11,4 Kilogramm Riesen-Boombox. Die Ergebnisse fallen überraschend deutlich aus: Wer den besten Sound will, muss blechen und schleppen. Günstige, kleine oder leichte Geräte mit gutem Klang gibt es schlicht nicht. Die leichteste mit gutem Sound wiegt 3,4 Kilo, unter 400 Gramm sind alle nur noch "ausreichend". Trotzdem ist der Preis-Leistungs-Tipp sowohl günstig als auch halbwegs mobil.

Bluetooth-Boxen bei Warentest: Das sind die besten

Wer den besten Klang möchte, bewegt sich allerdings in der Rubrik über fünf Kilo. Der Testsieger, die JBL Partybox 110 bringt 11,1 Kilo auf die Waage, ist damit das zweitschwerste Gerät im Test. Perfekt ist der Sound trotzdem nicht: Zwar ist der Klang der beste im Test, die Klangoptimierung gehört aber zu den schwächeren. Dank der guten Akkulaufzeit von über 15 Stunden und der guten Handhabung gibt es mit der Wertung "gut" (1,9) den klaren Testsieg. Mit einem Preis ab 325 Euro ist die Partybox aber auch eine der teuersten Boxen.

Leichter und etwas günstiger ist die LG Xboom 360 RP4, die auf dem zweiten Platz landet. Bei der Tonwertung schneidet sie gleich gut ab wie der Erstplatzierte, einen minimal schwächeren Klang macht sie mit fast perfekter Klangoptimierung wett. Auch die Handhabung schneidet gut ab, die Akkulaufzeit ist mit 11,7 Stunden eher mittelmässig. Dafür wiegt die Box mit 5,8 Kilo aber "nur" knapp halb so viel. Die Gesamtwertung ist mit "gut" (2,0) kaum schlechter, der Preis mit 220 Euro immer noch nicht günstig, aber deutlich niedriger. 

20 Geräte im Test: Satter Sound für unterwegs: Warentest prüft Bluetooth-Boxen – und empfiehlt das Ikea-Modell

Soll es bei gutem Sound noch leichter werden, bleibt eigentlich nur noch die Teufel Boomster (Neuauflage von 2020) als Wahl. Als einziges Gerät unter fünf Kilo schafft sie eine gute Tonwertung, der Klang ist gut, die Optimierung immerhin besser als beim Testsieger. Mit 3,4 Kilo ist sie zudem spürbar leichter. Die Akkuleistung fällt mit 19 Stunden überdurchschnittlich gut aus. Mit der Gesamtwertung "gut" (2,0) landet auch sie auf dem geteilten zweiten Platz im Gesamttest. Die Kombination aus relativ leichtem Gehäuse und gutem Sound kostet allerdings: Mit 350 Euro ist sie teuerste Box im aktuellen Test.

Bluetooth-Boxen im Test: Der Spartipp kommt von Ikea

Der Preis-Leistungs-Sieger kommt von einem Hersteller, den man eher mit anderen Produkten als mit toller Technik verbindet: Die Eneby-Box des Möbelhauses Ikea schafft den besten Kompromiss aus Gewicht, Klang und Preis. Mit 80 Euro ist sie tatsächlich günstig, das Gewicht von 1,8 Kilo ist dank verbautem Handgriff noch vertretbar. Der Kompromiss ist der Sound: Die Box klingt schlicht mittelmässig. Ein echtes Manko hat sie aber nicht. Sehr gut bewertet Warentest die Akkuleistung: Ohne Kabel hält die Box 25,1 Stunden durch, ist der Akku irgendwann mal zu abgenutzt, kann er gar vom Kunden gewechselt werden. Das gibt es sonst so gut wie nie, betonen die Tester.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.

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