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"Glaubt nicht alles im Internet!": Spanier löst angeblichen Mordfall live auf Twitter - und narrt Millionen Nutzer

Weil er nicht glaubt, dass sein Bekannter Selbstmord begangen hat, ermittelt ein Spanier auf eigene Faust und löst einen Mordfall live auf Twitter. Millionen Nutzer zieht er in seinen Bann. Eine unglaubliche Geschichte - die frei erfunden ist.

Auf -Accounts von deutschen Polizeidienststellen steht oft der Warnhinweis, man nehme hier keine Notrufe an, dafür sei die 110-Nummer vorgesehen. Für viele scheint das Internet also zum primären Kommunikationsweg geworden zu sein. Vielleicht auch deswegen fand die folgende Geschichte eines Spaniers derart großen Anklang. 

Mr. Brightside, wie sich der Gute im Netz zu nennen pflegt, begann am vergangenen Wochenende damit, einen angeblichen Mordfall zu lösen - mit Tweets und vor den Augen von Nutzern aus aller Welt. "Polizei! Ich habe soeben ein Verbrechen via Twitter aufgeklärt. Ihr müsst euch sofort darum kümmern", setzte Mr. Brightside zunächst ab - und legte seinen Fall anschließend in rund 100 weiteren Kurznachrichten dar. 

Sogar die spanische Polizei twitterte direkt an ihn gerichtet: "Deine Recherchen decken sich mit unseren Ermittlungen." Die Beamten hingen allerdings einen verräterischen Hashtag an, der den vermeintlichen Mordfall eigentlich schnell als Fiktion entlarvte: #FeriadelHilo, in etwa: Thread-Festival. So nämlich heißt ein von Twitter Spanien initiierter Wettbewerb, bei dem Nutzer eine in mehreren Tweets erzählte Geschichte einreichen sollten. Dem Gewinner winken 500 Euro und ein Smartphone.

Darauf hatte es Mr. Brightside abgesehen, was viele Nutzer auch sofort erkannten - aber unzählige eben nicht. Sie nahmen die Geschichte für bare Münze: Der Spanier legte den angeblichen Mordfall dezidiert dar, wertete vermeintliche Spuren aus und reduzierte langsam aber sich den Kreis der Verdächtigen. "Das hier sollte eine Netflix-Serie werden." und "Deine Tweets erinnern mich an Agatha Christie!", schrieben einige begeisterte Zuschauer laut BBC. Zu Beginn der Tweet-Reihe hatte Mr. Brightside demnach nur ein paar hundert Follower. Trotzdem interagierten rund zwei Millionen Nutzer mit seiner fesselnden Geschichte. Aktuell hat er knapp 30.000 Follower.

Der ausgedachte Fall handelt vom 30-jährigen Jorge aus Bilbao, der erst vor Kurzem nach Barcelona gezogen war. Mr. Brightside - so erzählte er es seinen Followern - folgte Jorge bei Twitter, wurde von dessen plötzlichem Tod überrascht glaubte den Behörden nicht, die sagten, es sei Selbstmord gewesen. Also stellte er auf eigene Faust Ermittlungen an. Für seine Beweisführung verlinkte er Posts von mehreren Twitter-Accounts, teilte Screenshots von Whatsapp-Unterhaltungen und Zeitungsartikel über den Tod des fiktiven Jorge - alles zuvor von Mr. Brightside in mühsamer Kleinarbeit kreiert.

Immer wieder ging es um ein Foto (oben im ersten Tweet), das Jorge umgeben von zwei Freunden zeigte - angeblich kurz vor seinem Tod und vor einem Spiegel aufgenommen. Mr. Brightside hatte aber kleine Kniffe eingebaut. Die Uhrzeit am Armband des linken Mannes zeigte eine Zeit an, die nach dem offiziellen Todeszeitpunkt von Jorge war, und auch das Tattoo auf dem Arm des Opfers war nicht gespiegelt, wie es eigentlich hätte sein sollen. Nach und nach entwirrt er die von ihm inszenierten Ungereimtheiten und entdeckt schließlich den Killer namens Will im Hintergrund des Fotos. Dieser lebt mit den anderen beiden Männern auf dem Bild in einer Dreierbeziehung - so seine Schlussfolgerung - und hat Jorge umgebracht, weil dieser ihm in die Quere kam. Schließlich postet er einen Chat mit eben jenem Will, in dem dieser nach langer Befragung den Mord indirekt eingesteht. Fall gelöst.

Zwei Tage, Millionen von Klicks und tausenden von direkten Nachrichten später, klärte der spanische Grafikdesigner Modesto García dann auf: Ich bin Mr. Brightside und habe mir alles nur ausgedacht. Die Männer auf dem zentralen Foto der Geschichte gab es gar nicht, alle drei hatte er mit veränderten Teilen seines eigenen Gesichts bei Photoshop gebaut. Die Polizei hatte ihn von sich aus angetwittert - und seiner Geschichte so zur rasanten Verbreitung geholfen. García selbst war völlig überrumpelt davon, wie weit sich seine Tweet-Serie verbreitete. "Ich hatte mit 200 Likes gerechnet, höchstens."  Mehr als 110.000 sind es aktuell. Auch wenn es nicht als großes Projekt für die Verbreitung von Fake News geplant war, wie García beteuert, wurde es das zweifelsohne. Er selbst fast es treffend zusammen: "Die Moral ist: Glaub nicht alles, was du im Internet liest."

Fall Martin Bach
fin
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.