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Webtool bietet Schreibstil-Vergleich: "Sie schreiben wie Shakespeare"

Die Website "I write like" übt Stilkritik an ihren Usern. Ein Algorithmus vergleicht Wortwahl und Schreibstil mit dem bekannter literarischer Vorbilder - auf Originalität kommt es dem Gratis-Tool dabei nicht an.

Wer schon immer die Vermutung hatte, er schreibe wie Charles Dickens oder Ernest Hemingway, kommt möglicherweise auf der Webseite "I Write Like" (in etwa "Ich schreibe wie ...") auf seine Kosten. Angeblich lässt sich damit herausfinden, wem der eigene Schreibstil ähnlich ist.

Hinter der Seite steht ein russischer Programmierer, der 27 Jahre alt ist und derzeit in Montenegro wohnt. Seine automatische Textanalyse nutzt vor allem Stichwörter, aber auch die Zahl der Wörter in einem Satz. Bislang sind nur 50 Autoren in der Datenbank.

Das Eingeben von Text funktioniert einfach: In ein Feld werden mehrere Absätze kopiert, und mit einem Klick auf einen Button wird angezeigt, zu wem es Ähnlichkeiten geben soll. Die Ergebnisse sind unterhaltsam, können aber sicher nicht jeden überzeugen.

Hemingway schreibt nicht wie Hemingway

Die US-Unabhängigkeitserklärung von 1776 hat angeblich die größten Ähnlichkeiten mit den Werken von H.P. Lovecraft, der im 20. Jahrhundert seine Werke verfasste. Ernest Hemingway ist demnach nicht sich selbst am ähnlichsten, sondern dem Krimiautoren Raymond Chandler. Eine Rede von George W. Bush führt wieder zu Lovecraft, ebenso wie ein aktueller Text einer Nachrichtenagentur. Das Strafgesetzbuch von Kalifornien klingt nach Meinung der Vergleichsmaschine dagegen eher nach Jonathan Swift.

Lesen Sie dazu auch bei unserem Partner in der Schweiz, 20 Minuten Online: "Teure Druckerpatronen: Tinte und Zeit sparen, indem man nur ausdruckt, was man möchte"

apn/gro / APN
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