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Apple: iPhone soll in drei Ländern Europas starten

Laut einem Medienbericht soll Apples iPhone in Europa zunächst nur in Deutschland, Frankreich und Großbritannien auf den Markt kommen. Der Rest des Kontinents wird sich gedulden müssen - ebenso wie die Asiaten.

Von Andrew Parker, Maija Palmer und Paul Taylor

Der Verkauf des iPhone ist in der vergangene Woche in den USA unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit gestartet. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien werde das Gerät im Herbst auf den Markt kommen, der Rest Europas folge 2008, heißt es Informationen der Financial Timaes zufolge. Die Markteinführung in Asien ist ebenfalls für kommendes Jahr geplant.

Das neues Mobiltelefon von Apple wird in Europa in den Mobilfunknetzen der Generation 2,5 laufen und nicht in den schnelleren Netzen der dritten Generation.

Verhandlungen mit vier Mobilfunkkonzernen

Das iPhone im Herbst in den drei größten europäischen Märkten einzuführen sei für Apple sinnvoll, da es keinen einzigen Betreiber gebe, der den gesamten Kontinent abdecke, sagte Carolina Milanesi vom Marktforscher Gartner.

Apple verhandelt mit den vier größten europäischen Mobilfunkkonzernen Orange, T-Mobile, O2 und Vodafone. Aus dem Umfeld der Gespräche wurde berichtet, es seien Fortschritte erzielt worden, aber es gäbe noch keine Abschlüsse.

Bei den Verhandlungen mit Apple stehen die Mobilfunker vor einem Dilemma. Einerseits verspricht die Verbindung mit dem Computerkonzern ein einträgliches Geschäftspotenzial. Andererseits pocht Apple auf Konditionen, die für die Mobilfunkanbieter deutlich ungünstiger sind als frühere Vereinbarungen mit anderen Handy-Herstellern.

Apple diktiert Vertragsbedingungen

In den USA hatte Apple eine Exklusivvereinbarung mit dem Marktführer AT&T geschlossen, die für einiges Erstaunen im Markt sorgte. Üblicherweise geben die Netzbetreiber Funktionen, Software-Umfang und Preis eines Handys vor. In diesem Fall jedoch diktierte Apple die Vertragsbedingungen.

So erhält das Unternehmen nach Einschätzung von Analysten nicht nur für jedes verkaufte iPhone bis zu 55 Prozent der 599 Dollar, für die das Acht-Gigabyte-Modell regulär verkauft wird. Darüber hinaus erhält Apple angeblich auch noch einen Teil der Einnahmen, die AT&T mit seinen Mobilfunkkunden erwirtschaftet.

Die "Rheinische Post" hatte vorab berichtet, dass die Telekom-Tochter T-Mobile exklusiv den Zuschlag für die iPhone-Vermarktungsrechte in Deutschland erhalten habe. Eine Bestätigung für das Gerücht gab es allerdings weder von der Telekom noch von Apple.

FTD