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Quartalszahlen: Apple knackt Dank des iPhone X seine eigenen Rekorde - und wird von Huawei überholt

Apple hat seine Verlaufszahlen vorgelegt - und das beste dritte Quartal seiner Geschichte geschrieben. Vor allem das iPhone X sorgt für fette Einnahmen. Doch Konkurrent Huawei trübt die Feierlaune.

Apple-Chef Tim Cook auf dem WWDC 2018

Apple-Chef Tim Cook dürfte wegen der iPhone-Verkaufszahlen jubeln. Doch leider gibt es auch schlechte Nachrichten.

Getty Images / AFP

Apple hat es wieder geschafft. Seit Jahren gibt es Abgesänge, die ein Ende des iPhone-Hypes beschwören, seit Jahren kann Apple immer wieder neue Rekorde setzen. Und auch gestern war es wieder soweit: Der Bericht zum dritten Quartal 2018 weist die besten Ergebnisse aus, die Apple je in diesem Zeitraum erreichen konnte. 53,3 Milliarden Dollar konnte Apple einnehmen, ein Zuwachs um 17 Prozent. Der Gewinn liegt bei 11,5 Milliarden Dollar. Starke Zahlen. Völlig unbeschwert kann CEO Tim Cook die Rekorde aber wohl nicht feiern.

Das iPhone X als Kassenschlager

Dabei hätte er an sich allen Grund dazu. Vor allem das lange schwächelnde iPhone ist dieses Jahr wieder so stark wie lange nicht. Zwar ging die Zahl der verkauften iPhones mit 41,3 Millionen Geräten nur ein knappes Prozent nach oben. Das konnte Apple aber mit einem deutlich gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreis wieder wett machen. Gaben die Kunden im Schnitt letztes Jahr zwischen April und Juni noch 600 Dollar für ihr iPhone aus, waren es dieses Jahr satte 724 Dollar - ein Zuwachs um gute 20 Prozent.

Zu verdanken hat Apple das wohl vor allem dem iPhone X. Trotz lauter Kritik wegen seines hohen Preises ist das Spitzenmodell ein echter Verkaufsschlager. Genaue Zahlen nennt Apple zwar nicht, Cook betonte aber, das iPhone X sei konstant das beliebteste der fünf aktuell angebotenen Modelle gewesen. Neben den aktuellen iPhone X, iPhone 8 und iPhone 8 Plus bietet Apple auch weiter die älteren Modelle iPhone 7 und iPhone SE an. 

Huawei zieht an Apple vorbei

Die guten Nachrichten werden allerdings von einem anderen Bericht getrübt: Apple ist trotz seines leichten Wachstums nicht mehr die Nummer 2 auf dem Smartphone-Markt. Nach einer Studie der Marktanalysten von IDC zieht Huawei mit 54,2 Millionen verkauften Geräten erstmals über einen Dreimonatszeitraum an Apple vorbei. Besonders dürfte Cook und Co. die Wachstumsgeschwindigkeit schockieren: Huawei verkaufte unglaubliche 40 Prozent mehr Smartphones als im Vorjahreszeitraum. Und das, obwohl die Chinesen den wichtigen US-Markt überhaupt nicht bedienen.

Gemessen am Gewinn ist Huawei natürlich weiter weit von Apple entfernt. Im gerade verkündeten Halbjahresbericht nahm der Konzern mit 49,05 Milliarden Dollar in den ersten sechs Monaten weniger ein, als Apple in einem Quartal. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Smartphone liegt also weiter deutlich unter Apples Marke. Der Druck auf dem Smartphone-Markt wächst aber trotzdem konstant, auch am höheren Ende dürfte Apple das immer weiter zu spüren bekommen.

Apples Strategie geht auf

Doch der Konzern ist darauf immer besser vorbereitet. Mit einem Fokus auf die Service-Sparte und zusätzliche Geräte wie die Apple Watch und Kopfhörer wie Beats oder Airpods, bei Apple unter "Andere Produkte" geführt, will sich Apple von der Abhängigkeit vom iPhone befreien. Das scheint zu funktionieren: Die Services, zu denen etwa Apple Music, der App Store oder iCloud zählen, legten um 30 Prozent zu. Sie tragen mittlerweile 9,5 Milliarden zu den Einnahmen bei. 

Und auch die "Anderen Produkte" wachsen. Steuerten Apple Watch und Co. letztes Jahr noch 2,7 Milliarden Dollar bei, sind es dieses Jahr schon ganze 3,7 Milliarden. Damit kompensieren sie locker die leichten Einbrüche bei iPad und den Mac-Rechnern, die zusammen im letzten Jahr knapp 500 Millionen Dollar mehr in die Kasse gebracht hatten.

Was kommt nach dem iPhone?

Die Abhängigkeit vom iPhone wird also kleiner, auch wenn es weiter deutlich mehr als die Hälfte der Einnahmen bringt. Wie lange das so bleibt, wird sich zeigen müssen. Der Smartphone-Markt schrumpft in letzter Zeit leicht, die Kunden ersetzen ihre Geräte seltener als noch vor wenigen Jahren. Zudem wächst der Preisdruck. Bis jetzt konnte Apple die daraus entstehenden Einbrüche erfolgreich vermeiden. Auf lange Sicht wird sich der Konzern für eine Fortsetzung des Erfolges aber wohl etwas Neues ausdenken müssen. Gerüchte sehen etwa eine Datenbrille als möglichen iPhone-Nachfolger. Bis dahin dürften aber noch ein paar Jahre ins Land gehen.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.