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Call-by-Call: Vorsicht bei Vorwahl-Abzockern

Weihnachten und Jahreswechsel - zu dieser Zeit wird gerne viel mit Verwandten und Freunden in fernen Ländern telefoniert. Doch hinter einigen vermeindlichen Angeboten lauern undurchschaubare Kostenfallen.

Von Matthias Weber

Bei Anfrufen in ferne Länder ist es oft vorteilhaft, einen Call-by-Call-Anbieter zu nutzen. Wer beim Marktführer Telekom unter Vertrag ist, kann vor jedem Gespräch eine preisgünstige 010XY-Vorwahl eingeben. Doch Vorsicht: Unseriöse Betreiber dieser Sparvorwahlen können quasi über Nacht ihre Preise drastisch anheben. Das erfuhren zuletzt Kunden der Firma "PM2-Telekommunikation" (Vorwahl 01056). Kosteten Ferngespräche bei ihr üblicherweise ein paar Cent pro Minute, verlangte sie plötzlich bis zu 1,40 Euro. Den neuen Preis sagte sie nicht an. Viele Kunde blieben auf saftigen Rechnungen sitzen.

Von einem "massiven Problem" spricht Lina Ehrig vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. "In unsere Beratungsstellen kommen immer wieder Leute mit völlig überhöhten Telefonrechnungen." Juristisch ist den schwarzen Schafen jedoch schwer beizukommen. Laut Gesetz müssen die Anbieter nur ihre Geschäftsbedingungen und Preise veröffentlichen. Wie viel sie nehmen und ob sie den Minutenpreis vor jedem Gespräch ansagen, steht ihnen frei. Nur bei 0900-Nummern muss er angesagt werden.

Die Verbraucherzentralen drängen darauf, dass diese Vorschrift für alle Anbieter gilt. Die Bundesministerien für Verbraucherschutz und Wirtschaft beraten darüber. Im Fall überhöhter Rechnungen rät Ehrig, diesen Posten der Telefonrechnung erst einmal nicht zu überweisen und sich juristischen Rat zu holen. Es könnten Wucher, arglistige Täuschung oder gar Betrug vorliegen. Ihr Tipp: prinzipiell nur Dienste nutzen, die vor jedem Gespräch den Minutenpreis nennen.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.