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Telefonrechnung Einen Monat Internet für 46.000 Euro


Falsches Netz, fette Rechnung: Ein Franzose hat eine sagenhafte Telefonrechnung in Höhe von 46.000 Euro erhalten. Die Telefongesellschaft hat ihm nun eine Ratenzahlung über 40 Jahre vorgeschlagen.

Eine gesalzene Rechnung über fast 46.000 Euro hat France Télécom einem Privatmann für einen Monat Internetnutzung ausgestellt. Die Rechnung seines Anbieters Orange für den Monat August belaufe sich exakt auf 45.923,61 Euro, sagte Eric Gernez aus dem nordfranzösischen Ort Petite-Forêt nahe der Grenze zu Belgien am Samstag. Er sei davon ausgegangen, dass er für 95 Euro eine Flatrate abonniert habe. Orange habe ihn nicht darüber informiert, dass sein Vertrag nur eine begrenzte Datenmenge bei der Internetnutzung vorsehe.

Vermutlich habe seine UMTS-Karte, die einen drahtlosen Zugang zum Internet ermöglicht, automatisch das belgische Telefonnetz angewählt, berichtete die Zeitung "Le Monde" (Samstag). Er habe bislang vergeblich versucht, France Télécom zu einer Kulanzregelung zu bewegen. Das Unternehmen betonte, der Kunde sei per E-Mail gewarnt worden, als die Rechnung 12 000 Euro erreicht habe - was dieser aber bestreitet. Die UMTS-Karte wurde mittlerweile gesperrt. Der schockierte Kunde hat sich an eine Verbraucherberatung gewandt und will vor Gericht ziehen.

"Als ich die Rechnung bekam, habe ich gelacht", erzählte Gernez. "Jetzt lache ich nicht mehr, denn sie verlangen, dass ich zahle, und ich habe bereits eine Mahnung erhalten. Man hat mir sogar eine Ratenzahlung über 40 Jahre vorgeschlagen." Auf der Rechnung seien auch internationale Telefonate verzeichnet, dabei telefoniere er nie ins Ausland. Gernez wandte sich an eine Verbraucherschutzorganisation. France Télécom war am Samstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

DAP/AFP AFP

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