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Handy, SMS und Internet: So bleibt die Telefonrechnung auf Reisen überschaubar

Eine horrende Telefonrechnung nach dem Urlaub - das war einmal. Die EU hat inzwischen den Verbraucherschutz verbessert. Ein paar Dinge sollte man dennoch beim Telefonieren im Ausland beachten.

Wer im europäischen Ausland mit dem Handy telefoniert, erlebt mittlerweile nur noch selten eine böse Überraschung auf der Rechnung. Schon seit Jahren deckelt die Europäische Union die Preise - ab Montag sinken sie noch weiter. Zum zweiten Mal werden dabei auch die Preise fürs mobiles Surfen im EU-Ausland begrenzt. Trotzdem sollten Verbraucher im Ausland in jedem Fall einige Grundregeln beachten.

Kann ich im Ausland einfach mit meinem Handy telefonieren?

Die meisten Handys sind von Anfang an für das sogenannte Roaming freigeschaltet, also für das Telefonieren in ausländischen Mobilfunknetzen. Einige Anbieter verlangen aber eine ausdrückliche Aktivierung - die kostet zwar meist nichts, kann aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Gerade bei exotischeren Reisezielen ist eine Nachfrage angebracht.

Wie viel kostet das Telefonieren im Ausland?

Abgehende Gespräche innerhalb der EU dürfen für Kunden mit deutschen Verträgen ab Montag maximal 28 Cent inklusive Mehrwertsteuer kosten, ankommende Gespräche acht Cent. SMS dürfen noch neun Cent kosten, ihr Empfang ist gratis. Im kommenden Jahr sollen die Preise weiter sinken. In Ländern außerhalb der EU - und damit etwa auch in der Schweiz und der Türkei - gelten je nach Land und Netz oft sehr unterschiedliche und teils deutlich höhere Tarife. Der SMS-Empfang ist kostenlos.

Lohnt sich ein spezieller Auslandstarif meines Mobilfunkers?

Besonders für Vertragskunden bieten viele Mobilfunk-Gesellschaften besondere Auslandstarife an. Diese bieten häufig günstigere Minutenpreise, es kommen meist aber Verbindungsgebühren pro Gespräch hinzu. Damit lohnen sie sich erst bei längeren Gesprächen. Bei längeren Aufenthalten oder für Vieltelefonierer kann auch eine ausländische Prepaid-Karte eines lokalen Anbieters eine Alternative sein.

Kann ich im Ausland mit dem Handy auch ins Internet gehen?

Seit immer mehr Menschen Smartphones besitzen, wollen sie auch auf Reisen wie gewohnt ins Internet gehen. Technisch ist das kein Problem, es kann allerdings teuer werden. In der EU gilt ab Juli eine Kostengrenze von 53 Cent pro Megabyte Datenverkehr. Das Lesen der E-Mails ist damit zwar nicht allzu teuer, das Verschicken von Urlaubsfotos und -videos kann aber schnell ins Geld gehen. Einige Mobilfunk-Anbieter bieten tages- oder wochenweise Pauschaltarife an. Sie sind zwar recht teuer und das Datenvolumen vergleichsweise gering - trotzdem können sie sich lohnen.

Was muss ich bei MMS beachten?

Ebenfalls teuer werden kann das Versenden von MMS, einer Foto-SMS. Die Preise sind hierfür unübersichtlich; abhängig von der Größe der MMS, dem Land und Netz fallen oft unterschiedliche Kosten an. Auch der MMS-Empfang im Ausland ist oft kostenpflichtig.

anb/AFP / AFP
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