HOME

Eluga im Kurztest: Panasonics wasserfestes Comeback-Smartphone

Nach jahrelanger Abstinenz vom Mobiltelefonmarkt wagt Panasonic die Rückkehr. Eluga heißt das erste Android-Smartphone der Japaner. Hübsch ist es und hart im nehmen.

Im Dezember vergangenen Jahres kündigte Panasonic seine Rückkehr auf den Smartphone-Markt an - nach sechs Jahren. Die Präsentation des Ergebnisses wurde für die Mobilfunkmesse Mobile World Congress, die am Montag in Barcelona startet, erwartet, doch Panasonic entschied sich, dem Eluga schon vorher in Hamburg eine eigene Bühne zu geben.

Beim Eluga hat Panasonic definitiv ein engagiertes Designerteam beauftragt. Das Smartphone hat sehr auffällige Kanten, aber da diese auf der Rückseite abgerundet sind, wirkt es nicht zu eckig. Es ist darüber hinaus sehr dünn. Die Abmessungen betragen 123,0 x 62,0 x 7,8 Millimeter, und mit nur 103 Gramm ist es auch das zurzeit leichteste Smartphone.

Von außen betrachtet sieht und fühlt sich das Eluga sehr hochwertig an. Es kommt ganz ohne physikalische Tasten auf der Vorderseite aus. Die wenigen Knöpfe wie die An-/Aus-Taste und die Lautstärkeregelung befinden sich rückseitig an der abgerundeten Kante. Das macht sie sehr unauffällig und sehr handlich. Man muss auch nicht befürchten, sie unbeabsichtigt zu betätigen.

Auf dem Testgerät war Android 2.3.5 installiert. Panasonic hat dem Smartphone keine zusätzliche Benutzeroberfläche verpasst. Die einzige Änderung zum Google-OS hängt mit der virtuellen Tastenbelegung und dem Zugang zu den Apps zusammen. Wahrscheinlich ist auch eine Markteinführung mit dieser Android-Version geplant. Möchte Panasonic jedoch eine Chance auf dem Markt haben, sollte der Konzern möglichst schnell auf Ice Cream Sandwich aktualisieren, denn es werden auf dem diesjährigen Mobile World Congress einige neue Mobiltelefone mit Android 4.0 vorgestellt. Im Sommer soll es laut Panasonic mit dem Update auf Ice Cream Sandwich soweit sein.

Mit der älteren Google-Betriebssystemsversion lief das Eluga dennoch problemlos. Auch der Wechsel zwischen Apps und Kamera ging ohne Verzögerungen vonstatten.

Das Eluga ist mit einem 1-GHz-Zweikernprozessor sowie einem 4,3 Zoll großen qHD-OLED-Touchscreen ausgestattet. Auch wenn das Display sehr groß ist und beeindruckende Technologie bietet, ist es nicht das hellste, das wir jemals gesehen haben. Die Auflösung beträgt 960 x 540 Pixel. Der interne Speicher ist mit 8 GB relativ klein, aber der Akku mit 1150 mAh für den Prozessor ausreichend.

Das Eluga bietet auf der Rückseite eine Kamera mit acht Megapixel, die mit einer schnellen Auslösezeit überzeugen konnte. Panasonic hat sich jedoch die Vorderseitenkamera gespart.

Kontakt mit dem Fernseher

Es verfügt außerdem über NFC-Technologie, Wlan und GPS sowie eine Schnittstelle mit dem Namen Viera Connect 2.0. Damit kann das Smartphone mit jedem internetfähigen Panasonic-Viera-Fernseher verbunden werden. Über Panasonics Swipe- und Share-Funktion können Smartphone-Inhalte wie Bilder, Videos aber auch Webseiten auf das TV-Gerät übertragen und betrachtet werden. Mittels der Viera-Remote-App wird das Smartphone außerdem als Fernbedienung für die kompatiblen Geräte genutzt werden können. In dem Kurztest funktionierte das Feature sehr gut und Panasonic hat offensichtlich mit Erfolg versucht, seine Produkte miteinander in Verbindung zu bringen.

Das Eluga bietet aber noch ein weiteres herausstechendes Merkmal. Es ist staub- sowie wasserfest gemäß dem internationalen IP57-Standard. Das heißt, es ist bis zu 30 Minuten in einem Meter tiefen Wasser wasserdicht. Bei der Präsentation wurde das Eluga in ein Goldfischglas getaucht und hat überlebt. Auch danach konnte man noch Anrufe tätigen, SMS versenden und Apps aufrufen.

Im Großen und Ganzen ist das Eluga von Panasonic ein schickes Smartphone mit Potenzial. Sollte das Update auf Ice Cream Sandwich tatsächlich im Sommer 2012 erfolgen, müssen nur noch die Nutzer davon überzeugt werden, dass Panasonic nicht nur gute Fernseher produzieren kann. Das Eluga soll im April in Europa auf den Markt kommen. Preise stehen momentan jedoch noch nicht fest. Allzu günstig wird das Smartphone nicht sein, Panasonic hat angekündigt, dass das Eluga nur das erste einer ganzen Reihe von Oberklasse-Geräten ist.

TechRadar / Tech Radar