HOME

EU-Pläne Roaming-Kosten: Berlin fordert drastischere Gebührensenkung

Die Diskussion um überhöhte Tarife im Ausland spitzt sich zu: Die von der EU geplante Reduzierung der Roaming-Gebühren geht der Bundesregierung offenbar nicht weit genug. Berlin drängt auf eine stärkere Senkung.

Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge Handy-Gespräche im Ausland noch günstiger machen als von der EU-Kommission geplant. Berlin wolle eine EU-Verordnung verschärfen, mit der gegen überhöhte Mobilfunk-Gebühren vorgegangen werden soll, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

Britischer Wunsch abgelehnt

Die Bundesregierung habe in den EU-Verhandlungen über die Verordnung den britischen Wunsch abgelehnt, die Preissenkung von ein bis drei Euro auf höchstens 60 Cent pro Minute aufzuschieben. Berlin schlage auch vor, dass außer dem neuen Standard-Tarif von höchstens 60 Cent pro Minute die Mobilfunk-Konzerne weitere Auslandstarife anbieten können. Etwa einen Festpreis für einen Zeitraum, egal wie viel der Kunde telefoniert (Flatrate), oder für Handys mit Internet- und Fotofunktion eine Abrechnung per Datenmenge (Volumentarif).

Dadurch müssten viele Kunden sogar noch weniger zahlen, als wenn sie den Standard-Tarif wählen, heißt es. Die Mobilfunk-Konzerne sollen den Kunden demnach auch vorrechnen, bei welchen Telefon-Gewohnheiten die anderen Tarife für sie günstiger sind als der Standard.

DPA / DPA
Themen in diesem Artikel