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iPhone 5S und iOS 7: Neues iPhone, viele neue Probleme

Seit drei Wochen gibt es die neuen iPhones. Im Laden finden die Geräte reißenden Absatz, im Netz mehrt sich die Kritik: Die Bewegungssensoren seien fehlerhaft, außerdem mache der Akku eher schlapp.

Von Christoph Fröhlich

Jedes Jahr kommt ein neues iPhone und mit ihm ein Berg neuer Probleme. Unvergessen ist etwa Apples "Antennagate", bei dem Nutzer eines iPhone 4 mit einer bestimmten Handhaltung die Antennen des Telefons überbrücken konnten, wodurch der Empfang massiv verschlechtert wurde. Der Image-Gau war kein Einzelfall: Mit dem Betriebssystem iOS 6, das im vergangenen Jahr erschien, wollte Apple dem Dauerkonkurrenten Google eins auswischen. Der Kartendienst Google Maps wurde von allen Apple-Geräten verbannt, die selbst entwickelte Software hatte grobe Fehler. Für das Maps-Desaster musste sich Apple-Chef Tim Cook in der Öffentlichkeit entschuldigen.

Auch in diesem Jahr blieb Apple offenbar nicht vom Fehlerteufel verschont: Vor drei Wochen hat der Konzern erstmals gleich zwei Telefone auf den Markt gebracht, das Flaggschiff iPhone 5S und das Plastikmodell iPhone 5C. Beide Telefone schnitten in Tests sehr gut ab, auch stern.de lobte die neuen Funktionen des iPhone 5S, unter anderem die verbaute Slow-Motion-Kamera und den gut funktionierenden Fingerabdruckscanner.

iPhone 5S im Test: So gut ist das neue Apple-Smartphone

Doch neben viel Lob gibt es auch einige Kritik. Einige User berichten in Internetforen von Problemen mit dem Apple-Smartphone und dem neuen Betriebssystem iOS 7. Wie groß das Ausmaß der Probleme ist, ist nicht bekannt. Bei einigen Fehlern handelt es sich womöglich um wenige Einzelfälle.

Gyrogate - Wenn der Kompass spinnt

Was dem iPhone 4 sein Antennagate war, könnte beim iPhone 5S das Gyrogate werden: In zahlreichen Foren beschweren sich Besitzer des aktuellen Spitzenhandys über fehlerhafte Messsensoren, vor allem das Gyroskop und der Beschleunigungssensor sollen Probleme machen. Sie messen die Bewegung und die Neigung des Smartphones und sind wichtig für die Funktion vieler Apps. Der Gadget-Blog "Gizmodo" hat das iPhone 5S mehrfach getestet und dabei herausgefunden, dass die Sensoren andere Ergebnisse liefern als die des iPhone 5 - obwohl sie eigentlich identisch sein sollten. Am deutlichsten seien die Unterschiede beim Kompass, schreibt das Techportal. Bei der Richtungsanzeige komme es im Vergleich zum Vorgängerhandy zu Abweichungen von acht bis zehn Grad, obwohl beide Telefone die Software iOS 7 nutzen. Vor allem für die Navigation sind solche Abweichungen fatal.

Die Ursachen sind noch nicht bekannt. Apple hat zu den Problemen bislang noch keine Stellung genommen. Dementsprechend unklar ist, ob es ein Software- oder Hardwareproblem ist. Ersteres könnte Apple mit einem Patch korrigieren. Sollte es aber ein Problem mit den Geräten sein, müssten alle bislang verkauften Geräte unter Umständen ausgetauscht werden.

Nachricht ins Nichts

Das Update auf iOS 7 hat bei einigen Nutzern offenbar zu Problemen mit Apples Nachrichtendienst iMessage geführt. Der SMS-Ersatz hat immer wieder mit Aussetzern zu kämpfen, doch in den letzten Wochen hätten die Probleme zugenommen, berichtet unter anderem das "Wall Street Journal". So soll es möglicherweise zu Zustellproblemen kommen, wenn Apple-User Nachrichten an Nicht-Apple-Geräte verschicken. Gelegentlich kam es auch vor, dass Meldungen zunächst als versendet markiert wurden, nur um später mit einem Warnrufzeichen markiert zu werden - ein Hinweis darauf, dass die Meldung überhaupt nicht abgeschickt wurde. Dem Bericht zufolge sei aber nur "ein Bruchteil" der Nutzer von dem Problem betroffen.

Einigen Nutzern scheint es geholfen zu haben, den Dienst iMessage in den Einstellungen zu deaktivieren und die Netzwerkeinstellungen zurückzusetzen ("Allgemein" - "Zurücksetzen"). Anschließend kann der Dienst wieder gestartet werden. Apple hat zudem schon ein Update auf iOS-Version 7.0.3 angekündigt, das die Zustellprobleme beheben soll.

Zoff um den Akku

Viel Durcheinander gibt es auch bei der Akkulaufzeit unter iOS 7: In einigen Foren kritisieren User, dass ihr Apple-Smartphone mit der neuen Software weniger lang durchhalte als mit der Vorgängerversion. Andere User wiederum behaupten,der Akku würde nun sogar länger reichen als zuvor. Auf eine Anfrage von stern.de hat sich Apple nicht geäußert.

Wer seinen Akku schonen will, kann mit ein paar Tricks den Energiehunger des Telefons begrenzen: In den Einstellungen sollte die Aktualisierung von App-Inhalten im Hintergrund deaktiviert werden. Zudem lohnt es sich, die Displayhelligkeit zu reduzieren und die automatische Helligkeitsregulierung abzuschalten. Auch das Abschalten des Parallaxeffekt unter iOS 7 spart Energie.

Es werde blau

Bislang kannte man Bluescreens hauptsächlich aus der Windows-Welt, nun kommen auch Apple-User - unfreiwillig - mit dem blauen Bildschirm in Kontakt. Wie der Fehler aussieht, zeigt das folgende Video.

Langsame Tastatur

Einige Nutzer berichten über teils stark verzögerte Eingaben bei der virtuellen Tastatur auf iPhone und iPad. Während unter iOS 6 die Tasten fehlerfrei funktioniert haben sollen, gebe es mit iOS 7 bis zu fünf Sekunden lange Eingabeverzögerungen. Ein Zurücksetzen des Geräts und ein An- und Abschalten der Synchronisation von Daten und Dokumenten in der iCloud-App soll Abhilfe schaffen.

Übelkeit durch Parallax-Effekt

Der Parallax-Effekt ist eines der neuen Features im Betriebssystem iOS 7. Hierbei wird das Hintergrundbild bei der Bewegung des iPhones mitbewegt, sodass eine Art 3D-Effekt entsteht. Das ist schick anzusehen, sorgt bei einigen Nutzern aber offenbar für Übelkeits- und Schwindelzustände. Um das Problem in den Griff zu bekommen, hilft nur eins: Den Parallax-Effekt abschalten.

Dazu wählen Sie in den Einstellungen die Unterrubrik "Allgemein", dann "Bedienungshilfen", dort wählen Sie "Bewegung reduzieren". Hier stellen Sie den Schalter auf "Ein", schon ist das Feature deaktiviert. Dadurch beugen Sie nicht nur Schwindelanfällen vor, sondern beanspruchen auch den Akku weniger.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.