iPhone Das iPhone wird zum Smartphone


Bislang war das iPhone von Apple lediglich ein Luxushandy mit eingeschränkten Funktionen. Mit einer neuen Firmware öffnet der Konzern ab Juni das Telefon für Programme und Spiele anderer Hersteller. Außerdem soll das iPhone für den Einsatz in Unternehmen vorbereitet werden.

Apple-Chef Steve Jobs präsentierte am Donnerstag in Cupertino (US-Bundesstaat Kalifornien) ein sogenanntes Software Developer Kit für das iPhone, mit dem Programmierer Software für das Apple-Smartphone schreiben können. Gleichzeitig kündigte Apple an, das iPhone besser für den Einsatz in Unternehmen vorzubereiten. Die Programme der Dritthersteller sowie die verbesserte "iPhone 2.0"- Software sollen von Juni an verfügbar sein.

Der kalifornisches Wagniskapitalgeber Kleiner Perkins Caufield & Byers (KPCB) kündigte an, einen 100 Millionen US-Dollar (67,5 Millionen Euro) starken Fonds mit dem Namen "iFund" aufzulegen, der die Entwicklung von Programmen auf der iPhone-Plattform fördern soll.

Apple greift damit direkt seinen kanadischen Wettbewerber Research in Motion (RIM) an, der die in Großunternehmen und Organisationen beliebten Blackberry-Handys herstellt. Im Segment der Smartphones in den USA habe RIM im vierten Quartal 2007 einen Marktanteil von 41 Prozent erreicht, während das iPhone bei 28 Prozent gelegen habe, sagte Jobs. Der Vorstoß richtet sich aber auch gegen die Plattformen von Nokia, Microsoft und anderen Herstellern.

Für den Einsatz in Unternehmen habe man das Microsoft-Protokoll "ActiveSync" für das iPhone lizenziert, teilte Apple mit. Damit könne das iPhone direkt mit einem Exchange-Server von Microsoft kommunizieren und damit nicht nur E-Mails, sondern auch Kalender- Einträge, Kontakte und das Adressbuch des Unternehmens synchronisieren. Außerdem könne ein gestohlenes oder verloren gegangenes iPhone künftig (wie ein Blackberry) von der Ferne aus gelöscht werden, damit vertrauliche Unternehmensdaten geschützt werden können.

Auf der Apple-Veranstaltung zeigte Spiele-Hersteller Electronics Arts das lang erwartete "Spore" in einer iPhone-Version. AUch Sega, Salesforce.com und der Onlinedienst AOL präsentierten ihre ersten Programme für das iPhone. Die Anwendungen werden direkt über iTunes vertrieben, die Softwarehersteller erhalten 70 Prozent des Verkaufspreises.

DPA DPA

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