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Apple-Chef Tim Cook: "Wir arbeiten an Produkten, über die nicht einmal spekuliert wird"

Nach der Vorstellung der neuen iPhones und der Apple Watch plaudert Tim Cook in einem Interview spannende Details und Zukunftspläne aus - und nimmt erneut den Wohnzimmer-TV ins Visier.

Apple-Chef Tim Cook sprach in einem Fernsehinterview über die neuen iPhones, die Zukunftspläne des Unternehmens und den verstorbenen Steve Jobs

Apple-Chef Tim Cook sprach in einem Fernsehinterview über die neuen iPhones, die Zukunftspläne des Unternehmens und den verstorbenen Steve Jobs

Am Dienstag hat Apple neben der Apple Watch zwei neue, größere iPhones vorgestellt. Damit hat der Konzern auf den Phablet-Trend reagiert und in puncto Displaygröße zu Samsung, HTC und Co. aufgeschlossen. In einem Interview mit Charlie Rose auf dem US-Sender PBS äußerte sich Apple-Chef Tim Cook zu den neuen iPhones, den Zukunftsplänen des Unternehmens und dem jüngsten Datenhack. Wir fassen einige der wichtigsten Punkte des Interviews zusammen:

Größere iPhones

"Wir hätten größere Handys schon vor Jahren bauen können", erklärte Cook in dem Interview. "Doch es ging nicht nur darum, ein größeres Telefon zu bauen. Es ging auch darum, ein Telefon zu bauen, dass in jeder Hinsicht besser ist." Man habe das Projekt "bigger iphone" erst dann begonnen, als die Technik dafür bereit war, erklärt Cook. Damit meint er neben der Display- und Akkutechnologie auch die Software.

Neue Produkte

"Wir arbeiten an Produkten, von denen niemand weiß, ja - über die nicht einmal spekuliert wird", sagte Cook. Einige der Entwicklungen würden in neuen Apple-Produkten münden, während andere vielleicht niemals erscheinen. Am härtesten seien die Entscheidungen, welche Dinge Apple nicht tun werde: "Es gibt viele Dinge, an denen wir wirklich gerne arbeiten würden und an denen wir interessiert sind, aber wir wissen, dass wir nicht alles großartig machen können."

Ist der TV Apples "next big thing"?

Der Fernseher sei einer der Bereiche "der mit großem Interesse weiterverfolgt werde". "Ich wähle meine Worte vorsichtig, aber der TV ist eines der Dinge, die, sind wir ehrlich, in den 70ern steckengeblieben sind." Wenn man ins Wohnzimmer gehe, fühle es sich an, "als würde man die Uhr zurückdrehen und in einer Zeitmaschine in die Vergangenheit reisen". Auch an der Software von Fernsehern lässt der Apple-Chef kein gutes Haar: "Das Interface ist fürchterlich, ich meine es ist wirklich schrecklich."

Sicherheit der iCloud

Auf die Sicherheit der iCloud angesprochen sagte Cook, dass die Plattform "nicht gehackt wurde". Stattdessen hätte es einen "Phishing-Streifzug" von Cyberkriminellen gegeben. Deshalb werde sich der Konzern bemühen, das "Bewusstsein für diese Machenschaften" zu schärfen.

Apples Konkurrenz

Auf die Frage, wer der größte Herausforderer von Apple sei, antwortete Cook: Google. "Manche Menschen würden Samsung sagen", entgegnete Gastgeber Charlie Rose. Doch Cook blieb bei seinem Kurs: "Google ist ganz oben und sie ermöglichen viele Menschen im Hardware-Geschäft wie Samsung."

Über Steve Jobs

Cook sprach auch über seinen einstigen Mentor und Vorgesetzten, den verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs. "Sein Büro ist immer noch in der vierten Etage. Sein Name steht immer noch an der Tür. Wenn man an die Dinge denkt, für die er im größeren Sinne stand, dann stand er für Innovation, er stand für das Einfache und nicht das Komplexe. Er wusste, dass Apple nur Bereiche betreten sollte, in denen wir die Spitzentechnologie beherrschen. All diese Dinge sind immer noch tief in unserer DNA verwurzelt."

cf