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Nach Nacktfoto-Hack Apple will Sicherheitsmaßnahmen verbessern


Nachdem private Bilder von zahlreichen Hollywoodstars von Hackern ins Internet gestellt wurden, verspricht Apple die Sicherheit des Speicherdienstes iCloud zu erhöhen.

Schauspielerin Jennifer Lawrence ist genauso betroffen wie Model Kate Upton und andere bekannte Prominente: Hacker hatten private Bilder der Stars erbeutet und für jeden einsehbar ins Internet gestellt. Pikant: Unter den Fotos befanden sich auch einige Nacktaufnahmen der Stars. Damit sich ein derartiger Vorfall nicht wiederholt, hat Apple angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen seines Speicherdienstes iCloud verbessern zu wollen. Das kündigte Konzernchef Tim Cook im "Wall Street Journal" an.

Mitteilung bei Zugriff

Cook betonte zugleich, dass bei der Attacke keine Passwörter direkt aus den Apple-Systemen gestohlen worden seien. Die Hacker hätten den Zugang zu den Profilen der Stars vielmehr über die richtigen Antworten auf typische Sicherheitsfragen bekommen oder die Passwörter mit fingierten E-Mails abgegriffen. Zukünftig sollen Nutzer daher sofort eine Mitteilung erhalten, wenn jemand versucht ihr Passwort zu wechseln oder Daten von iCloud auf ein neues Gerät herunterzuladen. Eine Benachrichtigung soll ebenfalls erfolgen, wenn sich jemand zum ersten Mal mit einem neuen Apple-Gerät einloggt. Das neue Sicherheitssystem soll zudem eine "Zwei-Faktoren- Authentifizierung" beinhalten. So braucht ein Nutzer zwei von drei Faktoren, um Zugang zu Daten zu erhalten. Das können etwa ein Passwort und ein Sicherheitscode sein.

Die neuen Maßnahmen werden in zwei Wochen verfügbar sein. Den Inhabern von iCloud-Konten sollen dann auch Werkzeuge zur Hand gegeben werden, mit denen sie die Kontrolle über ihre Daten zurückerlangen können. Bei der Passwort-Änderung ist eine zusätzliche Sicherung geplant. Zudem wolle Apple-Chef Cook Nutzer stärker über die Erstellung sicherer Passwörter und andere Sicherheitstechniken informieren, schreibt das "Wall Street Journal". Für Apple kommt der Hackerangriff zu einem schlechten Zeitpunkt: Für die kommende Woche hat das Unternehmen eine Präsentation angekündigt, bei der Gerüchten zufolge das iPhone 6 und die erste Smartwatch der Kalifornier vorgestellt werden sollen.

db/AFP/DPA DPA

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