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Highspeed auf dem Smartphone Das neue Super-LTE kommt - was es wirklich kann


Ob zum Streamen von Filmen, Videotelefonieren oder als DSL-Ersatz: Mit dem flotten LTE ist mobiles Internet so flink wie nie. Nun wird der Nachfolger getestet - und soll noch schneller werden. Viel schneller.

Als Ende der neunziger Jahre die UMTS-Frequenzen versteigert wurden, malte man sich noch aus, was wir bald alles über das mobile Internet anstellen könnten. Heute machen die rasanten mobilen Verbindungen längst dem Internet über Festnetz Konkurrenz, in vielen Regionen übertrumpft es die Kabelleitung sogar. Jetzt steht der Nachfolger in den Startlöchern - und der soll alle Rekorde noch einmal deutlich toppen.

Der neue Highspeed-Standard soll unglaubliche 1,2 Gigabit pro Sekunde bieten, bisher sind maximal 300 Megabit drin, also nur ein gutes Viertel. Zum Vergleich: Der durchschnittliche DSL-Anschluss in Deutschland bringt gerade einmal 16 Megabit pro Sekunde, selbst die schnellsten Verbindungen einiger Kabel-Anbieter kommen nur auf 300 Mbit. Auf die im Alltag etwa bei Festplatten häufiger genutzten Megabyte umgerechnet, schaufelt man mit der neuen Highspeed-Verbindung bei idealen Bedingen etwa 150 Megabyte pro Sekunde auf Smartphone oder Rechner. Das sind beispielsweise 40 Fotos in guter Qualität oder zwei Musik-Alben - pro Sekunde.

Super-LTE kommt 2017

Aktuell testet Vodafone das als "4,5G" bezeichnete Super-LTE, das verkündete der Konzern in einer Pressemitteilung. Es handelt sich um einen Zwischenschritt zwischen dem Mobilfunk der vierten Generation LTE (auch als "4G bezeichnet") und dem nächsten Standard, der erst 2020 erwartet wird. Der erste Prototyp für das 4,5G-Netz wurde gemeinsam mit Huawei entwickelt. Er soll im nächsten Jahr ausführlich getestet werden, 2017 soll das neue Hochgeschwindigkeitsnetz dann für Kunden buchbar sein, sagte Vodafone-Chef Dr. Hannes Ametsreiter der "Bild am Sonntag".

Da bleibt nur zu hoffen, dass die Anbieter das Datenvolumen erhöhen. Im Schnitt haben die Nutzer heutzutage ein knappes Gigabyte Datenvolumen inklusive, dann wird gedrosselt. Mit der neuen Verbindung wäre das schneller möglich als je zuvor: Bei voller Geschwindigkeit wäre in nur 7 Sekunden Schluss. In aller Regel bremsen allerdings die Server den Download, solche Geschwindigkeiten sind heute vor allem theoretisch erreichbar. Das kann sich aber schnell ändern.


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