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MMS: MMS - Wie funktioniert die große Schwester der SMS?

Schöne neue Handywelt: die neuen Geräte können (fast) alles. Telefonieren, schreiben und Termine verwalten. Viele haben jetzt eine eingebaute Digitalkamera, mit der man Fotos machen und versenden kann. Der Service dazu heißt MMS und löst die SMS langsam aber sicher ab.

MMS bedeutet Multimedia Messaging Service und ist nichts anderes als der Nachfolger der guten, fast zehn Jahre alten SMS. Entwickelt von Nokia und Ericsson ermöglicht MMS das Versenden von "echten" E-Mails und kann einiges mehr als ihr Vorgänger.

Urlaubsgrüße per MMS

Zum einen heißt es endlich: Schreiben quasi ohne Begrenzung, zum anderen aber auch die Einführung von Bild und Ton. So kann man mit einem MMS-fähigen Handy zum Beispiel Fotos, Tonsequenzen, persönliche Sprachaufzeichnungen oder animierte Grafiken kombinieren und übertragen - Schluss ist erst bei 34.000 Zeichen. Übermittelt werden können bis zu zehn Bilder oder 30 Sekunden Sprache. Urlaubsgrüße können per MMS versendet werden: Statt eine Ansichtskarte zu schreiben, wird nun der Traumstrand fotografiert, das Wellenrauschen aufgenommen und ein bisschen "Winkewinke" in die Kamera gemacht und per Tastendruck nach Hause gemailt.

Informationen zu jeder Zeit

Ebenso leicht lassen sich kleine Videosequenzen und gesprochene Grüße mit Texten und Bildern ohne viel Aufwand zu einer Nachricht verbinden, außerdem kann man umfangreiche multimediale Nachrichtensequenzen anschauen und versenden. So können das erfolgreiche Tor des Fußball-Vereins an Freunde versendet oder der Wetterbericht inklusive Bildern angesehen werden.

Das kann die MMS

Insgesamt sind folgende Bestandteile einer Nachricht möglich:
- Text mit gängigen Zeichensätzen und Schriften
- Sprache (MP3, Midi und Wav geplant)
- Bilder in den Formaten JPEG, GIF oder BMP
- geplant: Video als MPEG 4, Quicktime
- geplant: MMS-Streaming, dabei wird mit einen ständiger Datenfluss ermöglicht, dass Daten durchgehend gesendet und empfangen werden können. So ist es möglich, Ereignisse direkt am Handy mit zu erleben. Wegen des dafür nötigen Kompressionsverfahrens ist die Qualität der Übertragung jedoch geringer.

So funktioniert's

Ein so genannter MMSC-Server passt die Inhalte der Nachrichten so an, dass ein Handy-Gerät diese auch darstellen kann. Zu große Bilder werden vom Zentral-Rechner im Netz skaliert und dann erst versendet. Für MMS sind keine neuen Netze erforderlich, es reicht die Übertragung über GPRS aus. Mit Einführung des UMTS-Netzes wird die MMS den Kinderschuhen entwachsen und noch bunter werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Netzbetreiber spezielle Technik bei sich installiert.

Versenden einer MMS

Der Absender benötigt in jedem Fall ein MMS-fähiges Handy. Wenn man nicht unbedingt Fotos verschicken möchte, reicht auch ein Gerät ohne Digitalkamera. Außerdem existieren Angebote mit vorgefertigten Bildern, wie beispielsweise eine Grußkarte mit Torte für den Geburtstags-Glückwunsch. MMS-Handys gibt es mittlerweile für sämtliche Preisklassen.

Will man allerdings häufiger Fotos oder sogar Videos versenden, so braucht man ein Gerät mit Kamera, Farbdisplay und Videofunktion. Die Nachrichten können eine Größe von bis zu 100 kB haben. Doch Vorsicht: die meisten Netzbetreiber verlangen ab 30 kB mehr Geld pro Nachricht: von 0,99 € bis zu 1,29 €. Man kann aber auch zwischen dem Handy und einer E-Mail-Adresse "MMS-en". Es ist auch möglich, MMS über das Internet zu verschicken. Einige Seiten im Internet bieten den Versand kostenfrei an.

Kosten für MMS-Versand

Innerhalb des eigenen NetzesAnbieterbis 30 kBbis 100 kBVertragprepaidVertragprepaid
T-Mobile0,39 €0,59 €0,99 €1,29 €
Vodafone0,39 €0,59 €0.99 €1,29 €
O20,39 €-0,99 €-
E-Plus0,39 €-0,99 €-
Von Netz zu NetzAnbieterbis 30 kBbis 100 kBVertragprepaidVertragprepaid
T-Mobile0,59 €0,59 €1,29 €1,29 €
Vodafone0,59 €0,59 €1,29 €1,29 €
O20,59 €-1,29 €-
E-Plus0,59 €-1,29 €-

MMS-Handys haben meistens ein größeres Display, auf dem man durch ein Menü geführt wird, um eine MMS versandfertig zu machen. Dieser Vorgang variiert allerdings von Hersteller zu Hersteller, und auch die Netzbetreiber untereinander haben jeweils andere Vorgänge. Informationen finden Sie auf den Internetseiten Ihres Betreiber/Geräteherstellers oder in der Bedienungsanleitung des Handys.

Empfangen einer MMS

Das Gute an dem neuen Dienst: Um eine MMS empfangen zu können, braucht man kein neues Gerät. Mit einem alten Handy wird der Empfänger der MMS per SMS über den Erhalt der Nachricht informiert. Inhalt der Nachricht ist eine Internetadresse, bei der die MMS über Web oder WAP auf der Seite des Netzbetreibers abgerufen werden kann.

MMS auf einem der neuen Gerät zu empfangen ist so kinderleicht wie das "SMS-en": einfach öffnen und angucken.

Katarina Rathert