Mobilfunk UMTS ist da, offiziell, für jeden


Endlich! UMTS, das Mobilfunknetz der nächsten Generation startet offiziell in den Massenmarkt - fünf Jahre nach der milliardenteure Versteigerung der Lizenzen.

Fünf Jahre sind seit den Auktionstagen im August 2000 sind vergangen, seit die milliardenschweren Lizenzen für das Hochgeschwindigkeits-Mobilfunknetz UMTS versteigert wurden. Doch erst Anfang 2005 starteten die Mobilfunkanbieter offiziell in den Massenmarkt. Der Durchbruch zum UMTS-Massengeschäft mit neuen vielfältigen Anwendungen aus der Welt von Multimedia und des mobilen Datenverkehrs ist immer noch nicht geschafft.

Erst zwischen 2006 und 2008 rechnet die Marktforschungsfirma Gartner mit der Massenmarktfähigkeit von UMTS, wenn etwa zehn Prozent der Handybesitzer, das wären mehr als sieben Millionen Kunden, ein UMTS-Mobiltelefon oder eine entsprechende Datenkarte besitzen. Doch richtig Geld verdienen werden die Konzerne erst in 10 Jahren, sagen Experten von Forrester Research.

Friedrich Jousssen, der künftige Deutschland-Chef von Vodafone übte sich Mitte des Jahres dennoch in Optimismus: "UMTS ist schon heute ein sehr gutes Geschäft." Mehr als eine halbe Million Kunden hatte Vodafone bereits als Nutzer gewinnen können. Angesichts von mehr als 27 Millionen Kunden im Vodafone-Netz ist das zwar recht bescheiden, aber immerhin ein Anfang.

Doch die Kunden müssen erst einmal von den Diensten überzeugt werden und bereit sein, dafür zu zahlen. Noch steuern die Datendienste gerade einmal 20 Prozent zum Umsatz der Betreiber bei. Darunter ist der überwiegende Teil reines SMS-Geschäft. Das Datengeschäft soll in wenigen Jahren nach Expertenschätzung auf 30 Prozent steigen und dann bereits zur Hälfte Multimedia-Dienst sein.


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