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Gefälschtes GPS: Pokémon Go: So schummeln die Nutzer - und der Betreiber schaut zu

Bei der Hype-App Pokémon Go geht es eigentlich darum, seine Umgebung zu erkunden. Dumm nur, dass einige lieber von zu Hause spielen - und sich so ganz schnell Vorteile gegenüber anderen Spielern erschummeln.

Pokémon Go GPS Fake Spoof Nox

Auch bei Pokémon Go kann man schummeln. Mit GPS-Spoofern wie "Nox" lässt sich der App ganz einfach ein anderer Aufenthaltsort unterjubeln.

Geht man aktuell in einer Stadt nach draußen, sieht man sie meist schnell: Pokémon Go treibt Grüppchen junger Leute scharenweise auf die Straße, in den Park und wer weiß noch wohin. Dort stolpern sie in der Gegend umher, um Pokémon zu fangen. Wer lieber zu Hause bleibt, ist angeschmiert - oder schummelt einfach.

Denn dem Spiel vorzugaukeln, man befände sich woanders, ist erschreckend einfach. Mithilfe bestimmter Programme, "GPS Faker" oder "Spoofer" genannt, jubeln die Falschspieler Pokémon Go einen falschen Aufenthaltsort vor. So schummelt man sich ruckzuck in die Wüste, um Sand-Pokémon zu fangen. Oder am besten nach New York. Dort soll es gerüchteweise die größte Pokémon-Vielfalt der Welt geben, auch rare Monster tummeln sich dort einfach auf der Straße. Das sorgt teilweise sogar für ein Verkehrschaos.

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Pokémon Go von zu Hause aus

Aber nicht nur in die Ferne kann man sich so hexen. Mit dem falschen GPS-Signal lassen sich auch die Pokémon-Eier schneller ausbrüten und Arenen in der ganzen Stadt erobern - ohne die eigenen vier Wände je zu verlassen. Kein Wunder also, dass die Schummel-Apps bei einigen Spielern heiß begehrt sind.

Schlimmere Folgen brauchen die Betrüger indes nicht zu fürchten. Der Pokémon-Go-Entwickler Niantic geht zwar gegen die GPS-Fälscher vor, mehr als eine Sperre wurde bis jetzt aber noch nicht verhängt - für ein paar Stunden wohlbemerkt. Das berichtet die britische Zeitung "The Independent". Aber auch härtere Strafen dürften kaum abschreckender sein - weil kaum einer erwischt wird.

Schummel-Software ist kaum zu finden

Niantics Problem: Die Schummel-Programme wie "Nox" werden immer ausgefuchster. Ihre Entwickler arbeiten fleißig daran, sie praktisch unaufspürbar zu machen. Niantic bleiben so immer weniger Möglichkeiten, die Schummler zu überführen - und überhaupt zu bestrafen.

Vielen ehrlichen Spielern dürfte so langsam aber sicher der Spaß am Spiel verdorben werden. Klar: Wer nur gelegentlich mal ein Pokémon fängt und Kämpfe in Arenen links liegen lässt, kann herzlich drauf pfeifen, ob andere sich einen Vorteil verschaffen. Wer aber auch mal den Wettbewerb sucht, hat gegen die Betrüger kaum eine Chance - und gibt vielleicht bald genervt auf.

Ein müder Hund liegt auf dem Bett.
mma
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