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Schlafmangel durch blaues Licht: Warum das Smartphone Ihnen den Schlaf raubt

Das blaue Licht des Smartphones sorgt dafür, dass Menschen zu spät müde werden, wie eine Studie zeigt. Wir verraten, was sie gegen den Smartphone-gemachten Schlafmangel unternehmen können.

Smartphone Bett Schlafmangel

Im Bett noch schnell zu surfen macht Spaß - schadet aber der Schlafqualität

Das Smartphone gehört zum Alltag, auch im Bett. Abends checkt man noch schnell Facebook, schreibt mit den Freunden oder stöbert im Online-Shop. Und schläft dann schlecht. Das zeigt eine Studie von britischen Wissenschaftlern. Das Problem: Während sie durch ihre immer größeren und helleren Displays bei Tageslicht immer besser ablesbar sind, halten sie die Menschen in den Abendstunden unnatürlich lange wach - und verderben den Schlaf.

In einer Studie zeigten die Forscher um den etablierten Schlafforscher Professor Paul Gringas, dass die Bildschirme durch ihre großen und hellen Displays auch für eine höhere Bestrahlung mit kurzwelligem Licht sorgen. Dieser vom menschlichen Auge als blau wahrgenommene Teil des Lichtspektrums führt in den Abendstunden dazu, dass der Körper weniger Melatonin produziert. Das Hormon signalisiert dem Körper, dass es Zeit fürs Bett ist. Zuviel blaues Licht verschiebt deshalb das natürliche Schlafbedürfnis um mindestens eine Stunde nach hinten, sagte Gringas dem britischen Fernsehsender BBC.

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Apple hat schon gehandelt

Er forderte die Hersteller zum Handeln auf. Denn natürlich könnte jeder selbst darauf verzichten, abends das Smartphone zu benutzen. Das hielt der Schlafforscher aber nicht für realistisch. "Zu fordern, die Technologie einfach weniger zu benutzen, ist nicht gut genug. Man muss die Welt in der wir leben akzeptieren. Die Geräte machen einfach Spaß - man muss uns allerdings etwas vor dem schützen, was sie nachts mit uns anstellen."

Viele Smartphone-Hersteller haben sich das zu Herzen genommen. Apples iPhones bieten schon seit über zwei Jahren einen Nachtmodus, der weniger blaues Licht darstellt. Auch Samsung und Google mit seinen Pixel-Smartphones hat nachgezogen. Bei anderen Android-Herstellern können spezielle Apps wie "Twilight" helfen. Für PC gibt es das Programm "f.lux". 

Lieber zu Buch oder Brille greifen

Wer auf solche Programme will, sollte daher wohl abends besser zu einem Buch greifen. Will man wie der Professor nicht auf sein Smartphone verzichten, gibt es aber noch eine andere Möglichkeit: Nämlich beim Surfen auf dem Smartphone eine Brille mit orangenen Gläsern zu tragen. Das sieht im Bett zwar etwas albern aus, filtert das blaue Licht aber nach Angaben der Studie erfolgreich heraus - und sorgt so für ein gesünderes Schlafbedürfnis.

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